Rapid Wien startete druckvoll in diese Partie und Branko Boskovic lieferte in der dritten Minute einen ersten Warnschuss aus rund 30 Metern ab. In der siebenten Minute fand der österreichische Rekordmeister die erste echte Gelegenheit an diesem Abend vor, doch Kavlak scheiterte an Vincent Enyeama. In Minute elf nahm sich Boskovic erneut aus 30 Metern ein Herz und der Hapoel-Tormann zeichnete sich mit seiner ersten Parade in dieser Begegnung aus.
Zwei Minuten später gingen dann allerdings die Gäste aus Tel Aviv völlig aus dem Nichts in Führung. Avihai Yadin versucht es mit einem Abschluss aus nicht weniger als 25 Metern, Markus Heikkinen fälscht den Abschluss ins Kreuzeck ab und Helge Payer ist völlig chancenlos (13.). In Minute 20 wäre es dann beinahe 2:0 für die Gäste aus Israel gestanden: Samuel Yeboah stürmte alleine auf das Tor, Ragnvald Soma störte den Offensivmann und Payer klärte. In der 27. Minute versuchte es Torschütze Yadin erneut mit einem Distanzschuss, vergab aber diesmal.
Eine halbe Stunde war gespielt, da fand Rapid Wien inzwischen wieder besser ins Spiel zurück. In Minute 33 scheiterte Nikica Jelavic nach einem Eckball an Enyeama, wenige Minuten später hatte der kroatische Angreifer bei einem Lattenpendler Pech (35.) In der 36. Minute nahm sich Andreas Dober bei einem Freistoß aus rund 30 Metern ein Herz, doch der flache Schuss verpasste das Tor um zwei Meter. In Minute 41 spielten die Hausherren eine schöne Kombination über Steffen Hofmann, Heikkinen, Hofmann und Jelavic heraus, doch ein Verteidiger der Gäste klärte.
Jelavic war es auch, der die erste Möglichkeit für Rapid Wien in der zweiten Spielhälfte vorfand: Die Kroate vergab allerdings in der 48. Minute aus rund 20 Metern. In Minute 51 kamen dann die Gäste aus Israel zu ihrer ersten Gelegenheit nach dem Seitenwechsel, doch Jürgen Patocka klärte die Flanke auf Eckball. Dennoch: Der österreichische Rekordmeister machte das Spiel und war feldüberlegen, kam aber dennoch nicht zu nennenswerten Möglichkeiten.
So kam es wie es kommen musste: Die Gäste aus Israel erzielten ihr zweites Tor in dieser Partie. Markus Katzer springt der Ball dermaßen blöd auf den Fuß, dass er Gil Vermouth frei spielte: Dieser ließ sich diese Chance nicht mehr nehmen und steuerte das 0:2 bei (64.). Sechs Minuten später kam es dann für den österreichischen Hauptstadt-Klub noch bitterer kommen: Bebars Natcho setzte sich mehr oder weniger locker gegen Payer durch und sorgte für das 3:0 aus Sicht der Israelis (70.).
Daraufhin wirkten die "Grün-Weißen" wie gelähmt, sie wussten definitiv keine Mittel mehr gegen die stark spielenden Israelis. Bis in der 86. Minute: Hofmann versuchte es mit einer Flanke, doch die Hereingabe wurde abgeblockt und in der 88. Minute traf der eingewechselte Hamdi Salihi nach einer Dober-Flanke die Stange. Somit blieb es beim 0:3-Endstand im Ernst-Happel-Stadion: Hapoel Tel Aviv steht bereits mit einem Fuß in der nächsten Runde der Europa League, Rapid Wien muss am 2. Dezember unbedingt beim Hamburger SV drei Punkte holen.
Die technischen Daten:
Rapid Wien - Hapoel Tel Aviv (0:1)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 50.000 Zuschauer (ausverkauft), SR Tommy Skjerven (Norwegen)
Tore: Yadin (13.), Vermouth (64.), Natcho (70.)
Rapid: Payer - Dober, Soma, Patocka, Katzer - Pehlivan (57. Gartler) - Heikkinen, Kavlak (66. Drazan), Hofmann, Boskovic - Jelavic (80. Salihi)
Hapoel Tel Aviv: Enyeama - Bondarv, Badir, Douglas da Silva, Ben Dayan - Vucicevic (59. Menteshashvili), Natcho, Yadin (86. Zandberg), Vermouth - Shechter, Yeboah (72. Lala)
Gelbe Karten: Yadin (36.)
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