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4-4-2
Kadernominierung News

Petkovic gibt Anlass für eine Polemik

Vladimir Petkovic hat sein EM-Aufgebot bekannt gegeben. Allzu viel Spielraum gab es für den Nationaltrainer zuletzt nicht mehr. Statt fünf musste er nur noch drei Spieler aussortieren. Dass Philippe Senderos und Silvan Widmer den Cut nicht überstehen, war logisch: Senderos konnte weder in der Rückrunde bei GC, noch bei seinen zwei Länderspieleinsätzen in diesem Jahr gegen Bosnien und Belgien überzeugen.

Und Widmer traf mit Michael Lang auf einen Konkurrenten, an dem im Moment kein Weg vorbeiführt. Es stellt sich sogar die Frage, ob Petkovic für Lang bei dessen Leistungen in der Rückrunde und auch im Test gegen Belgien nicht einen Platz in der Startelf suchen muss.

Eine grosse Angriffsfläche bietet der Nationaltrainer allerdings mit der Ausbootung von Luca Zuffi: Ganze 53 Pflichtspiele hat der Dauerläufer in dieser Saison für den FC Basel bestritten. Kein anderer Schweizer Nationalspieler kam in seinem Verein häufiger zum Einsatz! Spielpraxis war eines der selbst ernannten Hauptkriterien von Petkovic und der Mangel davon führte zur Degradierung und letztlich Nicht-Berücksichtigung von Captain Gökhan Inler. Themen zuhauf, um eine Polemik auszulösen. Petkovic versucht sich daraus zu winden, indem er sagt, dass Zuffi schlicht zu müde sei. Das klingt aber stark nach einer Schutzbehauptung. Oder ist Zuffi weniger belastbar als all die deutschen, englischen, französischen oder spanischen Nationalspieler, die zum Teil noch viel mehr Einsätze auf dem Buckel haben und dennoch nominiert wurden?

Nichtsdestotrotz ist eine Polemik fehl am Platz.: Einerseits haben direkte Konkurrenten Zuffis (Denis Zakaria, Fabian Frei oder Gelson Fernandes) in ihren Vereinen zuletzt ebenfalls sehr viel gespielt und sind im Schuss, andererseits sprechen wir hier von Akteure, denen (Stand jetzt) am Turnier in Frankreich ohnehin eine Ersatzrolle blüht. Allenfalls könnte die Schweiz die gefährlichen Freistösse von Zuffi brauchen. Aber mit Xherdan Shaqiri gibt es da noch einen anderen gefährlichen Linksschützen.

Auch wenn es nur eine Floskel ist: Der Nationaltrainer trifft eine Entscheidung, für die er am Ende auch den Kopf herhalten muss. Das Aufgebot mag die eine oder andere diskussionswürdige Personalie beinhalten, jetzt geht es aber darum, mit den 23 ausgewählten Spielern das Turnier in Ruhe vorzubereiten statt über möglicherweise nicht berücksichtigte Ersatzspieler zu diskutieren.

Ein Kommentar von Peter Scheiter

  psc       30 Mai, 2016 18:57
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