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Protest gegen Regime News

Irans Fussballern drohen harte Konsequenzen

Irans Fussballer setzten zum Start der WM bei der 2:6-Niederlage gegen England ein starkes Zeichen gegen das aktuelle Regime, indem sie bei der Nationalhymne stumm blieben. In ihrer Heimat drohen ihnen dafür schwere Konsequenzen.

Die «ARD»-Journalistin Karin Senz sagt im Gespräch mit «SRF», dass Beobachter davon ausgehen, dass die Spieler bei der Rückkehr in den Iran mit Strafen belegt werden. So könnten sie etwas ein Berufsverbot erhalten. Auch Bussen oder noch schlimmere strafrechtliche Folgen sind denkbar. Das Regime beweist in den vergangenen Wochen immer wieder wie hart es mit Kritikern umgeht. Auch Sportler sind davon nicht ausgenommen. Senz sagt weiter: «Leute verschwanden tagelang und mussten sich danach entschuldigen – wie etwa kürzlich eine Kletterin, die einen Wettkampf-Final ohne Kopftuch absolvierte. Ähnliches ist auch im Fall der Fussballer denkbar.»

Nationalhelden sind die iranischen Fussballern in der Heimat indes nicht mehr. Im Vorfeld liessen sie sich mit Irans Präsident Ebrahim Raisi ablichten. Deshalb wurden beim Startspiel auch die Tore der Engländer gefeiert.

  psc       22 November, 2022 09:12
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