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Renato Steffen: “Vielleicht steht Petkovic nicht auf mich”

Renato Steffen spricht über seine Stellung in der Nationalmannschaft und wie er damit umgeht, dass er von Vladimir Petkovic nur selten aufgeboten wird.

Der 27-Jährige legt bei seinem Klub VfL Wolfsburg eine ganz klare Aufwärtstendenz an den Tag. Trainer Bruno Labbadia baut auf den schnellen Flügelspieler und Steffen zahlt es ihm mit guten Leistungen zurück. Für regelmässige Nati-Aufgebote hat es in den letzten Monaten dennoch nicht gereicht.

Im Gespräch mit “Blick” spricht der frisch gebackene Vater über die Situation, mit der er sich offenbar zu arrangieren weiss: “Wenn er mich aufbietet, komme ich. Was gibt es Schöneres, als für die Nati aufzulaufen? Aber irgendwann willst du nicht mehr Lückenbüsser sein. Meine Zeit für irgendetwas zu geben, wo du doch nicht 100-prozentig dabei bist, ist mir zu schade. Vor allem, wenn ich eine Familie habe, die meine Zeit braucht.”

Die Frage, ob Petkovic möglicherweise nicht auf ihn steht, beantwortet Steffen so: “Das könnte man meinen, ja. Vielleicht steht er nicht auf mich. Es ist eine Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Aber ich habe aufgehört nachzudenken, wieso. Früher habe ich darauf hingefiebert, wann die Nati-Aufgebote kommen. Mittlerweile schaue ich nicht mehr und probiere, meinen Fokus auf den Verein zu legen.” Einigermassen erstaunt ist der Offensivspieler darüber, dass auch sein Wechsel ins Ausland zu keiner Verbesserung bezüglich Aufgeboten geführt hat.

Zuletz hatte sich Eren Derdiyok (ebenfalls im “Blick”) über fehlende Wertschätzung von Seiten Petkovics beschwert. Steffen kann mit dem Stürmer mitfühlen, wobei er seine Situation nicht mit jener von Derdiyok vergleichen will: “Ich kann ihn schon verstehen. Aber bei ihm ist es noch ein wenig anders, er hat viel mehr Länderspiele als ich. Dass ihm die Wertschätzung fehlt, ist nachvollziehbar. Aber man muss akzeptieren, wie der Trainer entscheidet. Aber man könnte vieles einfacher machen, wenn man mehr und öfters miteinander reden würde.”

Beide prangern vor allem die (fehlende) Kommunikation Petkovics an. Klar ist, dass sie ihre Stellung in der Nati mit ihren offenen Aussagen nicht unbedingt verbessern. Dass sie über ihre Situation derart ehrlich sprechen, ist ihnen indes zugutezuhalten.

  psc       15 Februar, 2019 12:05
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