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Real-Boss schlägt Alarm News

Perez weiter hinter Super League: «Unser geliebter Sport ist krank»

Real Madrids Präsident Florentino Perez setzt sich weiterhin für eine europäische Super League ein. Die Gründe dafür würden laut ihm auf der Hand liegen.

Florentino Perez gilt als Vorsitzender der Super League. Bislang hatte der Präsident von Real Madrid mit seinem Vorhaben aber noch keinen Erfolg. Darüber macht sich der 75-jährige Spanier Sorgen. «Um ein Problem zu lösen, muss man erkennen, dass es existiert. Nur so kann man nach Lösungen suchen. Unser geliebter Sport ist krank, verliert die Führung als Global Player», schlug Perez am Sonntag bei einer Mitgliederversammlung der Königlichen Alarm (zitiert via «REAL TOTAL»).

Der Geschäftsmann setzte fort: «Die jungen Menschen interessieren sich immer weniger für ihn. Das ist eine Tendenz, die man umkehren muss, bevor es zu spät ist. Die neuen Generationen bevorzugen andere Shows wie Online-Plattformen oder Videospiele. Sie wollen ein Qualitätsprodukt, das der Fussball ihnen nicht gibt, denn die aktuellen Wettbewerbe locken nicht an – zumindest bis zu ihren Schlussphasen.»

Seine Auffassung: «Bei allem Respekt vor den nationalen Ligen müssen die grossen europäischen Ligen das ganze Jahr über Spiele im Angebot haben. Spiele, die die jungen Leute zurückbringen. Der Fussball braucht ein professionelles, modernes und transparentes Management, um ein Produkt von Qualität und Interesse anzubieten, das Begeisterung und Leidenschaft wiederherstellt. Wir müssen den Verfall stoppen.»

Aufgrund dessen habe er mit seinen Kollegen «den Schritt unternommen, einen Wettbewerb wie die Super League anzubieten. Wenn wir nichts dagegen tun, handeln wir schlecht. Die Super League wäre kein geschlossener Wettbewerb, da 25 Prozent ihrer Plätze offen wären. Der Präsident der ECA (Nasser Al-Khelaïfi; Anm. d. Red.) sagte, Madrid hätte Angst davor, in den Wettkampf zu gehen. Man müsste ihn aber mal daran erinnern, wer Real Madrid ist», so Perez. Ob er mit den Plänen einer Super League letztlich durchkommen wird, steht noch aus. Die UEFA positioniert sich freilich als grosser Gegner.

  adk       2 Oktober, 2022 17:39
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