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Topklubs und eine offene Rechnung News

Traumlos: Basel freut sich auf die Champions League

Es hätte kaum besser kommen können: Mit diesem Gedanken sind heute wohl viele FCB-Fans erwacht. In der Champions League warten drei attraktive Gegner, Ruud van Nistelrooy hatte ein goldenes Händchen und loste den FC Basel in eine Gruppe mit Paris St. Germain, Arsenal und Ludogorets Razgrad.

Gerade die Bulgarier scheinen auf den ersten Blick kein attraktiver Gegner, doch hat es das Team in sich. Auch wegen der Vergangenheit, die den FC Basel bereits zweimal auf Ludogorets treffen liess. Dreimal gewann Basel, jeweils mit mindestens zwei Toren Differenz, einmal jedoch Razgrad. Und genau dieses Spiel war sehr speziell. Es gilt mittlerweile nämlich als Anfang vom zwischenzeitlichen Ende von Geoffroy Serey Dié. Der flog nach einem Foul in der 19. Minute vom Platz. Das Spiel ging verloren, der damalige Trainer Paulo Sousa setzte fortan nicht mehr auf den Ivorer, der jetzt unter Urs Fischer zurückgekehrt ist.

Dass Ludogorets trotz Serey Diés Geschichte nicht der attraktivste Gruppengegner der Bebbi ist, ist klar. Der FCB hat mit Paris St. Germain und Arsenal zwei wunderbare Gegner zugelost bekommen. So kommt es beispielsweise erneut zum Bruder-Duell der Xhakas. Und die Basler können sich sogar gewisse Chancen auf ein Weiterkommen ausrechnen. Beide Klubs haben nämlich mit ziemlich grossen Problemen zu kämpfen.

Paris St. Germain – Der französische Riese

Es reichte auch in der letzten Saison nicht. Der angestrebte Sieg in der Königsklasse lässt weiter auf sich warten. Dem Besitzer Nasser Al-Khelaifi wurde es zu bunt: Er holte sich einen neuen Trainer an Bord. Einen, an den der FC Basel böse Erinnerungen hat: Unai Emery. In der vergangenen Saison leitete dieser noch den FC Sevilla und bodigte den FCB in der Europa League. Doch brachte Emery seinen PSG noch nicht ins Rollen. Vor allem die Offensive nagt am Abgang von Zlatan Ibrahimovic. Stürmerstar Edinson Cavani hatte einen Saisonstart zum Vergessen.

Das könnte die Chance des FCB sein. Das Problem bei diesem Plan: Auch die Defensive ist extrem torgefährlich. Ruhende Bälle sind eine Waffe der Pariser. Mit Hatem Ben Arfa hat man sich einen (weiteren) Spezialisten dafür geholt. Und wenn David Luiz bei einem Eckball im Strafraum auftaucht, gilt Alarmstufe Rot. Auch über die Flügel ist Paris brandgefährlich. Mit Jesé und Angel di Maria verfügen die Hauptstädter über eine Flügelzange der Extraklasse.

Allgemein gilt jedoch: Stürmer sind im Prinzenpark ein rares Gut. So wurde der 19-jährige Jean-Kévin Augustin aus dem Nachwuchs ins Team geholt, um Ibrahimovic zu ersetzen. Dass der Franzose viel Qualität mitbringt, ist spätestens seit seinen Auftritten in der Youth League bekannt. Doch in der Champions League weht bekanntlich ein anderer Wind.

Arsenal, mehr als nur das Xhaka-Duell

Der Arsenal FC wird bei den FCB-Fans wohl die grösste Vorfreude wecken: Gegen die Londoner Rivalen Chelsea und Tottenham sah der FC Basel stets gut aus. Und Arsenal hat ein grosses Problem: Der Rückhalt bei den Fans schwindet, denn schon im Winter war der AFC auf der Suche nach einem Stürmer. Einem echten Torgaranten. Namen wie Mauro Icardi, Alvaro Morata, Jamie Vardy und Alexandre Lacazette wurden gehandelt. Der als sparsam geltende Arsène Wenger wird am Schluss aller Voraussicht nach Lucas Perez von Deportivo La Coruna kaufen. Wenn man sich die Kaufwut der Konkurrenz aus Manchester ansieht, dann kann einem als Arsenal-Fan schon mulmig zumute werden.

Das aktuelle Team besteht aus einem hervorragenden, jedoch überbesetzten Mittelfeld, einer durch Verletzungsprobleme arg gebeutelten Defensive und einem Sturm, der häufig nicht produziert, wie man es sich wünscht. Danny Welbeck ist verletzt, Olivier Giroud stürmt als einziger “grosser” Stürmer in der Mitte. Immerhin könnte bis Transferschluss noch nachgelegt werden.

Gefährlich wird auch Arsenal über die Flügel: Bereits die Defensive beginnt den Angriff vielversprechend, allen voran der erst 21-jährige Hector Bellerin. Seine Vorderleute auf den Flügeln heissen Alexis Sanchez (links) und Alex Oxlade-Chamberlain oder Theo Waltcott (rechts). Und in der Mitte dirigieren Granit Xhaka und Mesut Özil das Spielgeschehen.

Die Bezüge zum FCB sind bei den Gunners am grössten. Neben Xhaka steht mit Mohamed Elneny ein weiterer Ex-FCBler im Kader. Deshalb werden sich Spieler und Fans die Begegnungen mit den Londonern im Kalender besonders dick anstreichen.

 

Ein Kommentar von David Simmen

  dsi       26 August, 2016 11:56
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