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Format ohne Zukunft News

Champions League mit Finalturnier – warum das so nicht bleiben wird

Wegen der Corona-Pandemie fanden in diesem Jahr die Champions League Spiele vom Achtelfinale an nicht mit Hin- und Rückspiel in den Stadien der beteiligten Mannschaften, sondern in einem kompakten Finalturnier mit K.O.-Spielen in der portugiesischen Hauptstadt statt.

Das Finalturnier startete am Freitag, dem 07. August unter anderem mit dem FC Bayern gegen den FC Chelsea und Manchester City gegen Real Madrid und endete schliesslich am Sonntag, den 23. August 2020 mit dem denkwürdigen Finale zwischen Bayern München und Paris St. Germain, in dem die Bayern ihr zweites Triple nach zuletzt 2013 feiern konnten.

Der Final-Modus in dieser kompakten Form kam insbesondere bei vielen Fans besonders gut an. Wer zum Beispiel auf das Weiterkommen wettet, kann so schneller erfahren, ob er gewonnen hat. Auf der Seite von MrCasinova gibt es übrigens die besten Wett- und Casinoanbieter.

Auch Grössen wie Karl-Heinz Rummenigge haben Gefallen an einem solchen Finalturnier mit K.O.-Spielen gefunden. Dennoch ist es fast auszuschliessen, dass diese Turnierform beibehalten wird.

Das Fernsehen bestimmt die Regeln

Trotz aller Euphorie über die selbst ohne Zuschauer gelungene Finalveranstaltung in Lissabon, in der in kurzer und knapper Art und Weise ein würdiger Champion ermittelt wurde, wird es, und da sind sich die meisten Experten einig, in der nächsten Saison wieder zurück zur ursprünglichen Turnierform gehen.

Das heisst im Klartext: Ein Finalturnier wird es nicht mehr geben. Die Spiele ab dem Achtelfinale werden jeweils mit einem Hin- und einem Rückspiel ausgetragen. Lediglich das Finale wird innerhalb von maximal 120 Minuten mit Verlängerung und einem sich eventuell anschliessenden Elfmeterschiessen ausgespielt.

Grund für die Rückkehr zur alten Regelung sind die von der UEFA vereinnahmten Fernsehgelder, die anschliessend nach einem bestimmten Schlüssel an die an der Champions League teilnehmenden Vereine ausgeschüttet werden.

Fernsehsender und Sponsoren haben in der Spielzeit 2019/2020 mehr als 2 Milliarden Euro an die UEFA überwiesen, um die Spiele Live ausstrahlen zu können oder ihre Firmenlogos an exponierter Stelle an den Banden zu sehen. Für das Geld wollen sie auch etwas geboten bekommen.

Wichtige Werbeeinnahmen würden wegfallen

Eine Verkürzung auf jeweils ein K.O.-Spiel ab dem Achtelfinale würde insgesamt gesehen 14 Spiele und damit auch 14 zuschauerbringende Live-Übertragungen weniger bedeuten. Die Fernsehsender müssen jedoch ihrerseits selbst sehen, wie sie die Ausgaben für die Übertragungsrechte mit Werbeeinnahmen refinanzieren.

Bei 14 Spielen wenige zur allerbesten Primezeit, wäre weder ihnen noch den Vereinen, die noch im Achtelfinale oder in den weiteren Finalrunden mitspielen, geholfen. Es würden wichtige Einnahmen fehlen, die zukünftig entsprechend auch mit Preisabschlägen der UEFA gegenüber geltend gemacht werden würden.

Das bedeutet auch, dass die Vereine insgesamt wenige auf dem Pool erhalten würden. Den in den Finalspielen teilnehmenden Vereinen würden zudem Zuschauereinnahmen für bis zu drei Spiele entfallen, da das Finalturnier ja an einem neutralen Ort ausgetragen werden würde.

Mit den dann voraussichtlichen Mindereinnahmen dürfte trotz aller Euphorie über das trotz fehlender Zuschauer gelungene Turnier auch kaum ein Verein einverstanden sein. Das ist somit ein weiterer Grund dafür, dass der Vorschlag ein Finalturnier für immer einzuführen wohl kaum Aussicht auf Erfolg haben dürfte.

Wieviel die Mannschaften mit der Championsleague verdienen

Jedes Team, das sich für die Champions League qualifiziert, erhält eine Antrittsprämie von 15,25 Millionen Euro. Hinzu kommen Gelder aus dem sogenannten Marktpool. Die Verteilung orientiert sich an dem jeweiligen nationalen Fernsehmarkt. Der FC Bayern kann in dieser Saison mit etwa 11,5 Millionen Euro aus dem Marktpool rechnen. Für jeden Sieg in der Gruppen- und K.O-Phase kommen Siegprämien und die Zuschauereinnahmen für die Heimspiele bis zur Corona-Pause hinzu.

Weiterhin bekommen die Mannschaften Geld, dass gemäss der UEFA-Koeffizientenrangliste verteilt wird. Dabei wird der jeweilige Erfolg einer Mannschaft in den letzten zehn Jahren berücksichtigt. Der FC Bayern erhält aus dem Topf in diesem Jahr 33,24 Millionen Euro, Borussia Dortmund 25,48 Millionen Euro, Bayer Leverkusen 16,62 Millionen Euro und Red Bull Leipzig 5,54 Millionen Euro. Für den Finalsieg gegen Paris St. Germain konnte der FC Bayern München noch einmal 19 Millionen zusätzlich verdienen.

Insgesamt brachte es der diesjährige Champions League-Sieger auf Einnahmen von über 130 Millionen Euro. Am meisten hat bislang der spanische Rekordmeister Real Madrid in der Champions League verdient. Mit seinen insgesamt sieben Champions League Siegen konnte Real Madrid bislang 772 Millionen Euro einnehmen.

Der FC Bayern hat sich mit seinem aktuellen Finalsieg Real Madrid bei den Einnahmen dicht an die Fersen geheftet. Der dreifache Champions League-Sieger konnte bislang insgesamt 746 Millionen Euro einnehmen. Der drittplatziert im Ranking der Einnahmen ist Juventus Turin, das die Champions League zwar nur einmal gewann, aber bereits mehrfach im Finale stand. Die Italiener konnten seit Beginn der Champions League 674 Millionen Euro für sich verbuchen.

Borussia Dortmund hat es dagegen bis heute auf Einnahmen von „nur“ 313 Millionen Euro geschafft. Bayer Leverkusen verdiente in der Champions League bislang 259 Millionen Euro und Schalke 04 177 Millionen Euro. Die anderen deutschen Champions League-Teilnehmer schafften es bislang nicht in unter die Top 20-Verdiener in dem Turnier.

  psc       2 September, 2020 14:17
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