Urs Fischer: «Ich sehe mich nicht als Nationaltrainer»
Urs Fischer hat vor rund zehn Monaten den Trainerposten bei Mainz 05 angetreten, nachdem er zuvor eine längere Pause eingelegt hatte. Den Bundesligisten hat er wieder voll auf Kurs gebracht. Ein Wechsel zu einer Nationalmannschaft ist für ihn weiterhin kein aktuelles Thema.
Dies betont der 60-Jährige im Gespräch mit «Blick». Bereits in der Vergangenheit hat er durchblicken lassen, dass er am Trainerberuf die tägliche Arbeit mit der Mannschaft schätzt. Dieser Aspekt fällt für Nationaltrainer weg, da sie ihre Spieler teilweise monatelang nicht direkt coachen können. «Ich sehe mich nicht als Nationaltrainer», sagt Fischer, schränkt aber gleichzeitig ein: «Aber du sollst niemals nie sagen. Ich hatte in der Vergangenheit wohl vereinzelt nicht die passende Antwort gegeben. Deshalb passt es so als Antwort besser.»
Mitunter wurde Fischer auch schon als potenzieller Schweizer Nationaltrainer ins Spiel gebracht. Vorderhand läuft sein Vertrag in Mainz jedoch bis 2028. Die Arbeit dort gefällt ihm ausserordentlich gut. Dennoch könnte er gemäss eigener Einschätzung praktisch überall arbeiten: «Ich traue mir zu, überall arbeiten zu können. Der Klub muss eine Philosophie haben. In Mainz gibt es eine, bei Union, bei Bayern. Der Coach sollte diesen roten Faden natürlich berücksichtigen. Aber am Ende geht es um die Tabelle.»
Sein Fokus gilt voll und ganz der aktuellen Saison, wo er mit Mainz grosse Ziele verfolgt: «Eine Basis ist vorhanden. Dabei sollten wir bleiben. Arbeiten, arbeiten, arbeiten und bei der Basis bleiben. Diese Grundlagen jedes Weekend perfekt abzurufen, ist die Aufgabe der Jungs. Wenn die Basics erledigt werden, gibt es womöglich etwas Spielraum für mehr.»












