Real Madrid hat sich die Dienste eines Schweizer Nachwuchstalents gesichert. Quim Kuhlmann wechselte Anfang August vom FC Girona nach Madrid und unterschrieb bei den Königlichen einen Vertrag bis 2029.

Der erst 16-Jährige wird künftig in der berühmten Nachwuchsakademie La Fábrica ausgebildet. Ob Kuhlmann tatsächlich der erste Schweizer Fußballer in der Geschichte von Real Madrid ist, lässt sich allerdings nicht zweifelsfrei belegen. Verlässliche historische Aufzeichnungen fehlen. Als möglicher Vorläufer gilt Adolfo Mengotti, der in den 1920er-Jahren für Real gespielt haben soll.

Sicher ist hingegen, dass frühere Schweizer wie Philippe Senderos oder Ricardo Rodríguez zwar mit den Madrilenen in Verbindung gebracht wurden, einen Wechsel nach Madrid aber nicht vollzogen. Kuhlmann wurde am 27. Januar 2010 in Barcelona geboren und wuchs fussballerisch in Katalonien auf. Zuletzt spielte er für den FC Girona. In der vergangenen Saison hat der vielseitige Aussenspieler in 25 Einsätzen neun Tore erzielt.

Kuhlmann kann auf der rechten Seite sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden. Er gilt als dynamisch und beweglich, körperlich befindet er sich dagegen noch in der Entwicklung. Genau deshalb ist der 16-Jährige beim Schweizerischen Fußballverband bereits länger bekannt. Kuhlmann gehört zum SFV-Programm „Take Your Time“, das sich gezielt an sogenannte Spätentwickler richtet. Spieler, deren körperliche Entwicklung später einsetzt, sollen dort unabhängig von ihrer aktuellen Physis langfristig beobachtet und gefördert werden.

Im April wurde Kuhlmann erstmals zu einem Trainingscamp des SFV eingeladen, im Mai folgte die Nomination für die Schweizer U16-Auswahl. Sein Debüt gab er anschließend gegen Österreich. Beim 0:2 wurde er im 3-4-3-System als rechter Flügel eingesetzt und übernahm dabei sowohl offensive als auch defensive Aufgaben.

Eine Besonderheit bleibt Kuhlmanns Nationalmannschaftsperspektive: Aufgrund seiner familiären Wurzeln ist er auch für Deutschland spielberechtigt. Der DFB hat bislang offenbar keinen konkreten Vorstoss unternommen. Beim SFV verfolgt man seine Entwicklung weiterhin aufmerksam, hält sich mit öffentlichen Aussagen über den Teenager aber bewusst zurück.

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