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Chancentod?
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Kaenzig über Broschinski: „Jeder Trainer in Bochum war auf ihn gestanden“

Moritz Broschinski gilt beim FC Basel bisher als enttäuschender Transfer. Der 25-jährige Deutsche war im Sommer ein Wunschspieler des Meisters: 1,90 Meter groß, schnell, mit Erfahrung aus 70 Bundesliga-Spielen für VfL Bochum – ideal, um das Offensivspiel des FCB zu ergänzen, so die Hoffnung von Sportchef Daniel Stucki.

„Er befindet sich noch in der Entwicklung und wir glauben fest daran, dass er bei uns richtig aufmacht“, hatte Stucki damals erklärt. Bisher blieb der erhoffte Durchbruch aus. In der Super League und im Europacup wartet Broschinski noch auf sein erstes Saisontor, lediglich im Cup gegen Biel traf er zweimal. Häufig wirkte er dabei unglücklich und konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Ilja Kaenzig, Geschäftsführer des VfL Bochum und ehemaliger Arbeitgeber des Stürmers, kennt Broschinski sehr gut: „Er ist ein super Typ, ein Stimmungsmacher, sehr beliebt auch bei den Fans.“ Auch sportlich habe man in Bochum großes Potenzial in ihm gesehen: „Jeder Trainer, den ich dort erlebt habe, war auf Moritz Broschinski gestanden“, berichtete Kaenzig im Gespräch mit dem "SRF".

Selbst Peter Zeidler, damals Trainer in Bochum und heute in Lausanne, wollte ihn ursprünglich nicht zu Union Berlin ziehen lassen. Bei Basel sollte Broschinski seiner Karriere neuen Schwung verleihen und die letzten Prozente seines Potenzials abrufen. Bislang gilt der Transfer, für den laut Medien über zwei Millionen Franken nach Bochum geflossen sein sollen, jedoch noch nicht als lohnend.

Sein Vertrag läuft bis 2029. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Geduld sich auszahlen kann: Ähnlich startete Thierno Barry, der zunächst als „Chancentod“ galt, später aber zu einem lukrativen Verkauf an Villarreal und Everton führte.

  Sören Mundt       30 November, 2025 14:52
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