Der vergangene Sommer hat uns zahlreiche interessante Transfergeschichten beschert. Doch nicht alle davon haben für Schlagzeilen gesorgt. Tatsächlich gibt es gleich mehrere Spieler, die mit ihren Moves unter dem Radar geblieben sind – sich aber in ihrer neuen Umgebung schnell als echte Glücksgriffe erwiesen haben.

Comeback von Pierre-Emerick Aubameyang

Pierre-Emerick Aubameyang beweist einmal mehr, dass Tore keine Frage des Alters sind. Nach seinem Abstecher nach Saudi-Arabien, wo er in 36 Pflichtspielen beeindruckende 21 Treffer erzielte, wechselte der Gabuner im Sommer ablösefrei zurück nach Europa – nach Marseille. Dort hat sich der Ex-Dortmunder nahtlos eingefügt und knüpft an alte Glanzzeiten an. In 14 Pflichtspielen kommt der 36-Jährige bereits auf fünf Tore und sechs Vorlagen – Zahlen, die zeigen, wie gut ihm das Offensivspiel von Olympique liegt.

Marseille spielt mit Tempo und Zug zum Tor, und genau in diesem Umfeld fühlt sich Aubameyang sichtlich wohl. Kein Wunder also, dass OM-Spiele bei den besten Online Buchmachern als echte Tor-Garantie gelten: In fast 70% der Ligapartien fielen bislang mindestens drei Treffer, während dieser Tipp in drei der vier bisherigen Marseille-Spiele in der Königsklasse gewinnend war. Und eines ist klar – solange Aubameyang in dieser Form bleibt, wird sich daran kaum etwas ändern.

Hendersons Renaissance in Brentford

Nach seinen wenig glücklichen Stationen in Saudi-Arabien und Amsterdam kehrte der frühere Liverpool-Kapitän im Sommer ablösefrei in die Premier League zurück – zu Brentford. Dort sollte der 35-Jährige mit seiner Erfahrung Stabilität und Struktur ins Mittelfeld bringen, und genau das gelingt ihm. Henderson hat bislang jedes der elf Ligaspiele absolviert und sich als echter Führungsspieler etabliert. Dies kam insbesondere in den Derbys gegen Chelsea und Manchester United zum Vorschein, als er mit seinen Assists dem Team direkt zu Punkten verhalf.

Auch die anderen Statistiken untermauern seinen Einfluss: Mit durchschnittlich 35 angekommenen Pässen pro Partie, einer Passquote von über 90% und 0,8 wichtigen Zuspielen pro Spiel zieht er im Zentrum geschickt die Fäden. Dazu kommen 3,5 zurückgewonnene und 1,5 abgewehrte Bälle pro Begegnung – Werte, die verdeutlichen, warum er bei Brentford längst unverzichtbar ist. Ein echter Glücksgriff zum Nulltarif.

Jacobo Ramón – Reals Rohdiamant glänzt am Comer See

Während viele junge Talente den Sprung ins Ausland scheuen, hat Jacobo Ramón ihn gewagt – und eindrucksvoll bestanden. Der 20-jährige Innenverteidiger wechselte im Sommer für nur 2,5 Millionen Euro von Real Madrid Castilla zu Como und zahlte das Vertrauen sofort zurück. Trainer Cesc Fàbregas, selbst Landsmann und Förderer des jungen Spaniers, erkannte früh dessen Potenzial – und lag goldrichtig. Ramón spielte sich auf Anhieb in die Startelf und ist inzwischen eine feste Säule in der zweitbesten Defensive der Serie A. Nur die AS Rom hat bislang weniger Gegentore kassiert.

Doch Ramón überzeugt nicht nur durch Stabilität, sondern auch durch Spielintelligenz. Mit 95% Passgenauigkeit in der eigenen Hälfte, 7,2 gewonnenen Zweikämpfen und fast fünf abgewehrten Bällen pro Partie zählt er zu den effizientesten Verteidigern der Liga. Ein Schnäppchen, das sich für Como schon jetzt mehr als bezahlt macht.

Tabakovic blüht bei den Fohlen richtig auf

In der Schweiz längst bekannt, erlebt Haris Tabakovic derzeit seine zweite Karriere in Deutschland. Nach einer enttäuschenden Zeit bei der TSG Hoffenheim fand der 31-Jährige im Sommer bei Borussia Mönchengladbach neues Glück. Als Leihgabe und Ersatz für den verletzten Tim Kleindienst gekommen, sollte er eigentlich nur überbrücken – doch Tabakovic nutzte seine Chance. Nach anfänglicher Eingewöhnung hat er sich festgespielt und ist mit sechs Ligatoren bereits Gladbachs bester Schütze.

Auch im DFB-Pokal traf der bullige Mittelstürmer und steuerte zudem eine Vorlage bei. Sein Torriecher, gepaart mit Einsatz und Präsenz im Strafraum, macht ihn zu einem zentralen Faktor im Offensivspiel der „Fohlen“. Kein Wunder, dass er sich in Mönchengladbach pudelwohl fühlt – und eine feste Verpflichtung längst kein Tabuthema mehr ist. Ein Leihgeschäft, das sich für alle Seiten ausgezahlt hat.

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