Stürmer Noah Okafor tritt vorläufig aus der Schweizer Nationalmannschaft zurück: Unter Murat Yakin wird er nicht mehr für sein Land auflaufen.

Dies verkündet der Leeds-Profi am Donnerstagmittag in einem längeren Statement via Instagram. Dabei betont er, dass ihm die Entscheidung extrem schwergefallen sei. Sie habe nichts mit den (wenigen) Einsatzminuten an der zurückliegenden Weltmeisterschaft zu tun. Okafor betont, dass er sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt und es «nie etwas Grösseres» für ihn gegeben habe als mit dem Schweizer Kreuz aufzulaufen.

Er sei sich auch bewusst, dass er in der Vergangenheit nicht immer richtig gehandelt habe. Zudem sei das klärende Gespräch nach der Europameisterschaft 2024 mit Murat Yakin sehr wertschätzend und gut gewesen. Deshalb sei er auch mit voller Vorfreude an die WM in diesem Jahr gereist.

Dann wird Okafor deutlich: «Umso enttäuschender war, was ich dort erlebt habe. Nicht weil ich wenig gespielt habe, sondern wegen der Art und Weise wie mit mir umgegangen wurde. Für mich war es die schwierigste Zeit meiner Karriere.»

Und weiter: «Es sind Dinge passiert, die mich tief getroffen haben. Vertrauen ist verletzt worden. Zusagen wurden nicht eingehalten. Und als ich gegen Algerien spielen durfte, wurde selbst bei kleinen Fehlern weit weg von unserem Tor auf eine Art und Weise reagiert, die mich tief getroffen hat.»

Der 26-Jährige führt aus, dass er unter dem aktuellen Trainer nicht mehr für die Schweiz auflaufen werde. Die Vorwürfe sind happig: «Natürlich will ich keine Sonderbehandlung von ihm. Nur gegenseitigen Respekt und Vertrauen, aber diese Grundlage sehe ich für die kommenden Jahre nicht.»

Für die Schweiz zu spielen, war und bleibe etwas ganz Besonderes. Nur vorderhand wird er dies nicht mehr tun.

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