Vinicius Junior gelingt beim 2:1-Sieg von Real Madrid gegen Inter Mailand auf dem Platz nicht viel. Er ist eher ein Statist und wird kurz vor Schluss ausgewechselt. In Erinnerung bleibt der Auftritt dennoch.

Erst einmal verblüfft der Brasilianer mit seinem neuen Aussehen. Er soll sich in Brasilien Schönheitsoperationen unterzogen haben und trägt nun ausserdem Bart. Grossen Impact auf das Spiel hat er gegen Inter dann nicht: Seine Sturmkollegen Kylian Mbappé und Brahim Diaz sind deutlich auffälliger – und auch besser. Vini wird bei der Auswechslung prompt auch mit Buhrufen und Pfiffen eingedeckt. Applaus ist zwar auch dabei, aber eben bei weitem nicht von allen Real-Fans.

Trainer José Mourinho stärkt dem Enfant terrible hingegen demonstrativ den Rücken. Er klatscht Vini zu und sagt nach der Partie: «Vini arbeitet hart. Sehr hart. Unglaublich hart. Immer. Im Training. Im Spiel. Und einer, der derart hart arbeitet und immer alles gibt, verdient Respekt. Über die Reaktionen der Fans verliere ich kein Wort, nie. Klar: Es ist noch nicht der wahre Vini. Aber das wird kommen.»

Bei seiner Auswechslung unterläuft dem Stürmerstar aber auch noch ein kapitaler Bock: Er lässt sich zu viel Zeit – deutlich mehr als die seit dieser Saison maximal erlaubten zehn Sekunden. Deshalb wird der eingewechselte Álvaro Carreras von Schiedsrichter Michael Oliver zurückgepfiffen. Er muss nun eine Minute warten, bis er auf das Spielfeld treten kann. Da er im Anschluss die nächste Unterbrechung abwarten muss, vergehen sogar 100 Sekunden.

Vini sieht das Ganze von der Seitenlinie aus. Seine Bilanz in dieser Saison ist mit fünf Einsätzen und einem Tor und zwei Assists noch ausbaufähig. Den Support vom Trainer hat er aber weiterhin.

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