Shaqiri führt Basel zum Sieg
Vier Tage nach der Trennung von Stephan Lichtsteiner hat der FC Basel die passende Antwort auf dem Platz geliefert. Beim 4:2-Auswärtssieg gegen den FC Luzern war ausgerechnet Kapitän Xherdan Shaqiri der überragende Mann.
Der 34-Jährige erzielte zwei Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor. Für den FCB war es der erste Sieg nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Ligaspielen – und zugleich ein gelungenes Debüt für Interimstrainer Luigi Nocentini.
Dabei hätte der Einstand des neuen Trainers kaum schlechter beginnen können. Bereits nach 30 Sekunden brachte Oscar Kabwit Luzern in Führung. Basel liess sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam nur wenige Minuten später durch Zan Celar zum Ausgleich. Kurz vor der Pause übernahm dann Shaqiri erstmals entscheidend das Kommando. Seine präzise Ecke fand Philip Otele, der per Kopf zur Basler Führung traf. Der Treffer war gleichzeitig der Auftakt zu einer starken zweiten Halbzeit des FCB.
In der 56. Minute erhöhte Shaqiri selbst auf 3:1. Nach einer einstudierten Freistoßvariante zog der Basler Kapitän ins Zentrum und schloss mit seinem starken linken Fuss ab. Zehn Minuten später folgte sein zweiter Treffer: Nach Vorlage von Olaigbe setzte sich Shaqiri im Strafraum durch und vollendete abgeklärt zum 4:1.
Lars Villiger verkürzte kurz vor Schluss noch auf 2:4, am Basler Sieg änderte das jedoch nichts. Auch Otele wieder im Mittelpunkt Neben Shaqiri überzeugte Philip Otele. Der Nigerianer, der unter Lichtsteiner zuletzt ebenfalls nicht regelmässig zur Startelf gehört hatte, bereitete Celars Ausgleich vor und erzielte anschließend selbst das wichtige 2:1.
Auffällig war damit vor allem, welche Spieler unter dem neuen Trainer sofort wieder eine zentrale Rolle übernahmen. Shaqiri und Otele standen von Beginn an auf dem Platz und zahlten das Vertrauen unmittelbar zurück. Für Nocentini war der Auftakt damit geglückt. Nach dem turbulenten Ende der Lichtsteiner-Ära hat Basel zumindest sportlich ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Und Shaqiri lieferte dabei eindrucksvoll die Antwort auf die Frage, warum ein Spieler seiner Qualität zuvor lediglich als Joker zum Einsatz gekommen war.












