Ilija Despotovic hat den FC Lausanne-Sport mit einem Paukenschlag verlassen – und damit viel verbrannte Erde hinterlassen. Seine Zukunft ist bereits geklärt. Sie liegt in Frankreich.

So richtig zum Feiern war den Entscheidungsträgern des FC Lausanne-Sport im Anschluss an das Cupspiel in der 1. Runde nicht zumute – obwohl das Team von Trainer Luka Elsner zuvor souverän mit 6:0 auswärts gegen Kosova Neuchâtel gewonnen hatte.

Grund hierfür war die plötzliche Trennung von Ilija Despotovic. Eine Stunde vor dem Spiel veröffentlichten die Lausanner eine Medienmitteilung mit pikantem Inhalt. Despotovic, eines der grössten Talente im eigenen Nachwuchs, sei von seinem bis 2029 laufenden Vertrag zurückgetreten, hiess es darin. Der 18-Jährige erschien einfach nicht.

Red Star FC aus Paris holt Ilija Despotovic

Despotovics Umfeld hat in den vergangenen Wochen den Abschied aus dem Waadtland vorangetrieben. Mit Erfolg. Die Zukunft von Despotovic ist nach Informationen von 4-4-2.ch entschieden. Sie liegt in Frankreich, genauer gesagt in der Ligue 2. Der Red Star FC aus Paris hat den Zuschlag bekommen.

Red Star musste nach einem starken 4. Platz in der Vorsaison einige personelle Verluste hinnehmen, darunter den Abgang von wichtigen Strategen im Hintergrund. Das Team von Trainer Damien Perrinelle ist mit einem Sieg und einem Unentschieden in die neue Saison der Ligue 2 gestartet.

Despotovic besitzt exzellente physische Voraussetzungen für das moderne Sturmzentrum. Die Schweizer Sturmhoffnung fungiert als Wandspieler, der Bälle festmachen und verteilen kann. In der Lausanner Akademie wurde Despotovic als klassischer Torjäger ausgebildet. Er verfügt über eine hohe Box-Präsenz und sucht den direkten, schnellen Abschluss im Strafraum.

Lausanne-Abgang von Ilija Despotovic unter brisanten Umständen

Anfang August gab Despotovic beim 1:0-Sieg gegen den FC Basel in der 2. Runde der Super League sein Profidebüt. Und auch am darauffolgenden Wochenende gegen den BSC Young Boys wurde das Toptalent eingewechselt.

Ein dritter Einsatz hätte gemäss der Mitteilung des Vereins die Bedingungen für einen Wechsel verändert. «Ein dritter Einsatz hätte die Bedingungen verändert, unter denen er den Klub hätte verlassen können», schrieb Lausanne in seinem Statement.

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