Der FC Thun muss den Verlust des nächsten Meistermachers hinnehmen: Nuri Sengör wird den Schweizer Meister verlassen. Damit gilt es die Stelle des Chefscouts neu zu besetzen.

Auf dem Schreibtisch von Simone Rapp dürften sich momentan die Bewerbungen stapeln. Ist das so, zeichnet sich in den meisten Fällen eine Veränderung ab. Beim FC Thun fehlt künftig der wichtigste Sparringpartner des Sportchefs.

Nach Informationen von 4-4-2.ch hat Nuri Sengör gegenüber der Klubführung sein Ausscheiden bekanntgegeben. Im Berner Oberland ist damit die Stelle als Chefscout vakant.

Sengör gilt als massgeblicher Architekt im Hintergrund für die Kaderzusammenstellung, die Thun in der zurückliegenden Aufstiegssaison sensationell zum Gewinn der Schweizer Meisterschaft geführt hat.

Nuri Sengör geht – nächster Wechsel beim FC Thun

Nach dem sensationellen Meistertitel in der Super League musste Thun nicht nur einen Kaderumbruch bewerkstelligen, sondern sah sich an manchen Stellen dazu gezwungen, im sportlichen Bereich neu aufzustellen. Gian-Luca Privitelli trat zum Beispiel die Nachfolge von Meistertrainer Mauro Lustrinelli an, der zu Union Berlin in die deutsche Bundesliga wechselte.

Dazu gab der langjährige Sportchef Dominik Albrecht die operative Verantwortung an seinen Nachfolger Rapp ab. Albrecht ist allerdings nicht ganz raus, sondern soll im Herbst in der neu geschaffenen Funktion als Geschäftsleiter Sport in die Geschäftsleitung zurückkehren, um sich auf strategische Aufgaben zu fokussieren.

Dazu ist der ehemalige Thuner Torhüter Nino Ziswiler, der verletzungsbedingt seine Karriere beenden musste, zur Unterstützung der sportlichen Führung als Sportkoordinator engagiert worden.

Welchen Weg Sengör einschlagen und wer künftig in Thun seine Aufgaben übernehmen wird, ist noch nicht geklärt. Der Auswahlprozess läuft. Sengör ist bereits seit 2018 für Thun tätig – zunächst im Teilzeitpensum und seit Sommer 2023 in einer vollamtlichen Beschäftigung.

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