FCB-Coach Ludovic Magnin droht nach Stucki-Worten das rasche Aus
Der FC Basel hat das Europa League-Spiel bei Red Bull Salzburg vor der Partie zu einem echten Endspiel um das Weiterkommen im Wettbewerb auserkoren. Trotz minutiöser Vorbereitung war die Darbietung in der ersten Halbzeit dann katastrophal. Dies fällt auf Trainer Ludovic Magnin zurück.
Nicht zum ersten Mal seit seiner Ankunft im vergangenen Sommer wird die Position des 46-jährigen Romands hinterfragt. Dieser wird zwar von allen Seiten wertgeschätzt, die Resultate und Auftritte der Mannschaft könnten jedoch dazu führen, dass die Klubleitung die Reissleine zieht. Zumal Magnin nach der 1:3-Niederlage in Salzburg ein Stück weit ratlos wirkt. «Die erste Halbzeit war erschreckend schwach. Dabei war das Spiel des Gegners genau so, wie wir es erwartet haben. Wir wussten, dass Ballverluste im Mittelfeld sehr gefährlich sind und haben dennoch ausschliesslich durch die Mitte gespielt. Diese erste Halbzeit war des FC Basel nicht würdig», wird er von der «Basler Zeitung» auf der Pressekonferenz nach der Partie zitiert.
Diese Worte alleine lassen tief blicken: Die Spielweise des Gegners wurde ganz genau antizipiert, die Gegenmassnahmen fruchteten aber überhaupt nicht. Magnin listet die aktuellen Defizite auf: «Wenn man in einer schlechten Phase ist, sind die Dinge nicht mehr selbstverständlich. Wir befinden uns nun auf Messers Schneide, und die Situation kann auf beide Seiten kippen. Es fehlt uns das Selbstbewusstsein und die Selbstverständlichkeit. Was mir aber auch gefehlt hat, ist die Liebe zum Fussball.»
Eigentlich sollte die Winterpause für einen kleinen Reset genutzt werden. Die beiden Auftritte gegen Sion (1:1) und in Salzburg in diesem Kalenderjahr verheissen allerdings nichts Gutes.
Am kommenden Sonntag reist der FCB zum Klassiker nach Zürich. Magnin sagt auf seine eigene Position angesprochen dazu: «Ich bin mit mir selbst immer so hart, dass ich weiss, wenn ich etwas nicht gut mache. Wenn man Trainer des FCB ist, darf man sich das nicht schönreden. Das war nicht gut. Die Spieler nicht gut, der Trainer nicht gut. Wir geben alles, damit wir am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen.»
Sportchef Daniel Stucki zählt Magnin nach der Pleite in Salzburg bei «blue Sport» mehr oder weniger öffentlich an. «Es war ein desolater Auftritt in der ersten Halbzeit. Unglaubliche Fehler gemacht, Fehlpässe hinten raus, von A bis Z, alle elf Spieler. Ein wilder Haufen in der ersten Halbzeit, das war gar nicht gut.» Schliesslich macht er Ankündigungen, die für Magnin ungemütlich klingen: «Wir müssen den Auftritt jetzt sauber analysieren, aber natürlich hatten wir schon zuletzt gegen Sion nicht unseren besten Auftritt. Wir hofften, dass wir in der Rückrunde nach der kurzen Pause und nach dem Trainingslager – in dem wir gut gearbeitet haben – frisch rauskommen. Jetzt müssen wir das neu analysieren und dann werden wir unsere Schlüsse ziehen.»












