Shootingstar Winsley Boteli hatte die Wahl: Will er für die Schweizer Nationalmannschaft auflaufen oder eine Länderspielkarriere für die Demokratische Republik Kongo starten. Beide Verbände buhlten zuletzt um ihn. Jetzt hat der Sion-Stürmer offenbar eine Entscheidung getroffen.

«Warum sollte ich wechseln, wenn ich doch seit meinen ersten Jugend-Nominierungen das Trikot der Schweiz getragen habe? Ich sehe überhaupt keinen Grund, jetzt auf einmal die sportliche Nationalität zu wechseln. Das ist keine Entscheidung, sondern eine ganz natürliche Wahl. Ich habe in der Schweiz mit dem Fussball angefangen und bin dort aufgewachsen», wird Boteli von der Walliser Zeitung «Le Nouvelliste» zitiert.

Der Angreifer folgt also weiterhin den Aufgeboten des Schweizer Verbands. Dort hat er bereits diverse Nachwuchsstufen durchlaufen. Seit Oktober des vergangenen Jahres ist Boteli Teil der U21-Nati. In der anstehenden Nations League-Länderspielpause wird er nun aller Voraussicht nach erstmals für die A-Nati auflaufen. Murat Yakin wird ihn aufbieten und der 20-jährige Torjäger wird dem Aufgebot Folge leisten.

Die Schweiz setzt sich somit gegen den Kongo durch und kann sich das Supertalent sichern. Der Youngster hat in den vergangenen Monaten eine phänomenale Entwicklung hingelegt. Sie war so gut, dass europäische Spitzenvereine im Sommer heftig um ihn buhlten. Sion-Boss Christian Constantin hat einen Verkauf aber kategorisch ausgeschlossen. Selbst ein angebliches 30 Millionen-Angebot von Galatasaray hätte ihn nicht umstimmen können.

Stattdessen wird Boteli erst einmal beim FC Sion und noch in diesem Monat auch bei der Schweizer A-Nati weiter ausgebildet. Sobald der Angreifer in einem der Nations League-Spiele gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien zum Einsatz gelangt, ist er für den Schweizer Verband gebunden.

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