Das ist ein Knaller: Der Deutsche Fussball-Bund beendet nach über 70 Jahren die Partnerschaft mit Ausrüster Adidas und setzt künftig auf Nike.

Ab 2027 werden die DFB-Teams vom amerikanischen Sportartikelhersteller ausgerüstet. Der Deal läuft über mindestens sieben Jahre und ist für den finanziell angeschlagenen DFB äusserst lukrativ. Für die EM 2024 und WM 2026 bleibt Adidas noch an Bord.

Dass sich der deutsche Verband vom Traditionsunternehmen aus Herzogenaurach abwendet und auf ein ausländisches Unternehmen setzt, kommt nicht überall gut an. Dazu geführt haben in erster Linie finanzielle Zwänge. «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Nike und über das in uns gesetzte Vertrauen. Die künftige Partnerschaft ermöglicht es dem DFB, auch in der kommenden Dekade zentrale Aufgaben mit Blick auf eine umfassende Entwicklung des Fussballs in Deutschland wahrzunehmen», sagt DFB-Präsident Bernd Neuendorf.

Dr. Holger Blask, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFB, meint: «Nike hat das mit Abstand beste wirtschaftliche Angebot abgegeben und zudem mit seiner inhaltlichen Vision überzeugt, die auch ein klares Bekenntnis für die Förderung des Amateur- und Breitensports sowie die nachhaltige Entwicklung des Frauenfussballs in Deutschland beinhaltet. Der Zeitpunkt der Ausschreibung ist im Hinblick auf die Planungs- und Vorlaufszeiten üblich und war im Vorfeld mit allen relevanten Marktteilnehmern besprochen.»

Adidas wurde am Donnerstag offenbar vor vollendete Tatsachen gestellt. Laut «Bild» zahlt das deutsche Unternehmen dem DFB jährlich rund 50 Mio. Euro. Bei Nike dürfte es künftig deutlich mehr sein.

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