EM 2028: Kann die Schweiz erneut Fussballgeschichte schreiben?
Die Europameisterschaft 2028 wirft ihre Schatten bereits voraus, auch wenn das Turnier erst in drei Jahren ausgetragen wird. Für die Schweiz, die sich in den vergangenen Jahren als feste Grösse im europäischen Fussball etabliert hat, stellt sich die Frage, ob der ganz grosse Wurf möglich ist.
Nach Achtel- und Viertelfinalteilnahmen in der jüngeren Vergangenheit träumt das Land nun davon, erstmals ein Halbfinale oder sogar das Endspiel zu erreichen. Die Vorzeichen sind spannend, denn der Umbruch in der Nationalmannschaft ist in vollem Gange und gleichzeitig drängen zahlreiche Talente nach vorne.
Zwischen Realität und Hoffnungen
Blickt man auf die jüngsten internationalen Turniere, zeigt sich ein gemischtes Bild. Bei der EM 2021 gelang den Eidgenossen der historische Viertelfinaleinzug, als man Frankreich im Elfmeterschiessen ausschaltete.
Bei der WM 2022 scheiterte man klar im Achtelfinale an Portugal, während die EM 2024 wiederum solide, aber unspektakulär verlief.
Viele Fans fragen sich, ob es 2028 den entscheidenden Schritt nach vorne geben kann. In Umfragen zur Stimmung zeigt sich ein wachsender Optimismus.
Und das zeigt sich auch ganz konkret im Wettverhalten der Fans. Viele Schweizer glauben nämlich so fest an ihr Team, dass sie auch bereit sind, hart erarbeitetes Geld auf sie zu setzen. Online Casinos wie Turbo Wins, bei denen man seine Sportwetten ablegen kann, bieten dazu die Möglichkeit und sind bei der EM natürlich dabei.
Der Kader im Wandel
Die Generation um Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri hat ihre besten Jahre hinter sich. Beide prägten über ein Jahrzehnt lang das Spiel der Nationalmannschaft, doch der Blick richtet sich nun auf neue Gesichter. Spieler wie Ardon Jashari, Ruben Vargas, Dan Ndoye oder Noah Okafor übernehmen zunehmend Verantwortung im Offensivspiel.
In der Defensive sind Manuel Akanji und Ricardo Rodriguez noch gesetzt, aber jüngere Kräfte wie Leonidas Stergiou oder Luca Jaquez drängen in die erste Elf.
Der grosse Vorteil ist, dass die Schweiz inzwischen über eine breite Basis an Spielern verfügt, die regelmässig auf höchstem Niveau in europäischen Topligen zum Einsatz kommen. Das sorgt für Routine und Selbstbewusstsein, aber auch für Konkurrenzdruck innerhalb der Mannschaft.
Die Rolle des Trainers
Seit 2021 steht Murat Yakin an der Seitenlinie. Seine Arbeit wurde immer wieder kritisch betrachtet, doch er hat es geschafft, Stabilität in die Mannschaft zu bringen.
Yakin legt Wert auf defensive Organisation und schnelles Umschaltspiel, ein Ansatz, der besonders gegen individuell stärkere Gegner Wirkung entfalten kann.
Die Frage bleibt, ob er der richtige Mann für den nächsten Schritt ist. Experten fordern eine mutigere Spielweise, um die Offensivtalente besser einzubinden. Gleichzeitig wird über mögliche Nachfolger spekuliert, sollte die EM-Qualifikation nicht wie erhofft verlaufen.
Talente als Hoffnungsträger
Ein Blick in die U21-Auswahl zeigt, dass die Schweiz im Nachwuchsbereich sehr gut aufgestellt ist. Namen wie Zachary Athekame, Johan Manzambi oder Junior Ligue gelten als grosse Versprechen für die Zukunft.
Auch im Tor ist Gregor Kobel gesetzt und danach gibt es mit Marvin Keller und Pascal Loretz Alternativen für die Zukunft. Der Übergang zur nächsten Generation verläuft also nicht abrupt, sondern Schritt für Schritt, ein Vorteil für die Kontinuität.
Konkurrenz in Europa
Die Schweiz muss sich jedoch im Klaren sein, dass der Weg ins Halbfinale einer EM steinig bleibt. Die Topnationen wie Frankreich, England, Spanien oder Deutschland verfügen weiterhin über breitere Kader und individuell stärkere Einzelspieler. Auch Länder wie Kroatien, die Niederlande oder Belgien sind nicht zu unterschätzen.
Dennoch zeigt die jüngere Vergangenheit, dass Überraschungen immer möglich sind. Griechenland 2004 oder Dänemark 1992 sind legendäre Beispiele dafür, dass auch Aussenseiter Grosses erreichen können.
Entscheidend wird sein, ob die Schweiz es schafft, ihr spielerisches Potenzial in den entscheidenden Momenten abzurufen.
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Begeisterung der Fans. Schon bei der EM 2024 war deutlich zu sehen, wie leidenschaftlich die Schweizer Anhänger ihr Team unterstützen.
In ganz Europa gelten sie als faire und reisefreudige Fans, die Stadien in rot-weiss verwandeln können. Dieses Gemeinschaftsgefühl könnte auch 2028 zu einem entscheidenden Vorteil werden, wenn es darum geht, knappe Spiele zu drehen und am Ende an der Spitze zu erscheinen.
Neben der sportlichen Komponente spielt die EM auch wirtschaftlich eine grosse Rolle. Für die Austragungsländer bedeutet das Turnier Millionen-Einnahmen, für Sponsoren und Partner ein Schaufenster in ganz Europa.
Auch für die Schweiz könnte ein erfolgreiches Abschneiden enorme wirtschaftliche Effekte haben, und zwar vom Trikotverkauf bis zu einem gesteigerten Interesse an der Super League.
Erfahrungsgemäss entscheidet bei Turnieren aber natürlich nicht nur das Talent, sondern auch die mentale Stärke darüber, wer am Ende den Pokal mit nach Hause nimmt oder überhaupt darum kämpfen darf.
Die Schweiz hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie mit Druck umgehen kann, etwa beim Sieg gegen Frankreich 2021. Doch in KO-Spielen fehlte zuletzt manchmal der letzte Funke Entschlossenheit. Hier könnte eine gezielte Arbeit mit Mentaltrainern den Unterschied machen.
Die Europameisterschaft 2028 bietet für die Schweiz eine einmalige Chance, den nächsten Schritt in ihrer Fussballgeschichte zu gehen. Mit einem Kader im Umbruch, vielversprechenden Talenten und einer leidenschaftlichen Fanbasis sind die Voraussetzungen gegeben.
Doch ob es am Ende für ein Halbfinale oder gar das Endspiel reicht, hängt von vielen Faktoren ab, von der Tagesform über das Losglück bis hin zu taktischer Flexibilität des Teams.
Eines ist sicher, die Schweiz wird auch 2028 eine Mannschaft stellen, die niemand unterschätzen darf. Vielleicht ist gerade jetzt der Moment gekommen, an dem die Eidgenossen den Sprung von der Aussenseiterrolle zum echten Titelkandidaten schaffen.
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