Der Fehlstart von Hannover 96 setzt sich fort. Der Aufstiegskandidat unterlag am Freitagabend beim 1. FC Nürnberg mit 1:2 und kassierte damit bereits die dritte Niederlage in den ersten fünf Saisonspielen. Gerade einmal vier Punkte stehen für die Niedersachsen bislang zu Buche.

Entsprechend wächst der Druck auf Christian Titz. Ob der Trainer auch im kommenden Heimspiel gegen den VfL Bochum auf der Bank sitzen wird, wurde nach der Partie zum Thema. Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt antwortete bei «Sky» zwar: „Das ist der Plan.“ Eine klare Jobgarantie klingt allerdings anders.

Denn Boldt liess zugleich durchblicken, dass die Verantwortlichen mit der aktuellen Situation alles andere als zufrieden sind. „Man spürt so ein bisschen, dass viele Fragezeichen da sind“, erklärte der 44-Jährige. Nun müsse es darum gehen, dass alle Beteiligten möglichst schnell wieder in eine gemeinsame Richtung arbeiten. Das Verhältnis zwischen Boldt und Titz war bereits während der Sommerpause nicht frei von Spannungen. Bei der Kaderplanung soll es wiederholt unterschiedliche Vorstellungen gegeben haben.

Die sportliche Krise verschärft damit auch die ohnehin vorhandenen Fragezeichen rund um die Zusammenarbeit. Während Hannover weiter nach Stabilität sucht, läuft es beim Gegner aus Nürnberg genau umgekehrt. Der Club feierte gegen 96 bereits den vierten Saisonsieg und ist nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen. Mit 13 Punkten erwischte der FCN den besten Start seit 26 Jahren.

Für Titz und Hannover zählt nun vor allem das kommende Heimspiel. Gegen Bochum könnte sich entscheiden, ob der Trainer die Gelegenheit erhält, den Fehlstart noch zu korrigieren – oder ob bei 96 tatsächlich ein Trainerwechsel zum Thema wird.

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