Der FC Southampton wurde nach einem Spionage-Skandal aus den Playoffs der EFL Championship ausgeschlossen. Dabei hatten die Saints erst wenige Tage zuvor noch das Halbfinal-Rückspiel gegen Middlesbrough FC mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen und damit eigentlich das Finale im Wembley erreicht. Doch nun folgte der Hammer durch eine unabhängige Disziplinarkommission.

Der Vorwurf: Ein Analyst von Southampton soll sich vor dem Hinspiel in einem Busch versteckt und das Training von Middlesbrough heimlich gefilmt haben. Besonders brisant: Laut Regularien ist eine solche Beobachtung innerhalb von 72 Stunden vor einem Spiel verboten.

Wie mehrere englische Medien berichten, soll Southampton zudem eingeräumt haben, in der Vergangenheit mehrfach gegen diese Regeln verstossen zu haben. Middlesbrough hatte bereits vor dem ersten Duell offiziell Protest bei der Football Association eingelegt.

Damit rückt nun plötzlich Middlesbrough ins Finale und trifft dort auf Hull City. Southampton hat gegen die Entscheidung allerdings bereits Einspruch eingelegt. Eine endgültige Entscheidung soll bis Mittwochabend fallen. Sollte das Urteil bestehen bleiben, droht den Saints ein enormer finanzieller Schaden. Laut der Beratungsgesellschaft Deloitte würde ein Aufstieg in die Premier League Einnahmen von umgerechnet rund 146 Millionen Franken bedeuten. Zusätzlich könnte Southampton mit einem Vier-Punkte-Abzug in die neue Saison starten.

Mehr Dazu
Mehr entdecken