Bayern-Trainer Vincent Kompany plädiert dafür, dass Sperren nach Gelben Karten in der Champions League weniger rasch verhängt werden.

Die Anzahl der Partien in der Königsklasse wurde durch den neuen Modus seit der vergangenen Saison erhöht: Aktuell gibt es acht Gruppenspiele und im Anschluss möglicherweise sogar noch Playoffs, ehe die Achtelfinals beginnen. Nach wie vor gilt die Regel, dass Spieler nach der dritten Gelben Karte gesperrt werden. Aus Sicht von Kompany ist dies vor allem für Abwehrspieler ein grosser Nachteil.

«Ich finde es fast schon ganz schwer, ohne eine Sperre durch die Champions-League-Runde zu kommen. Für einen Innenverteidiger, wenn du so weit kommst und nur drei Karten bekommst, hast du einen ganz guten Job gemacht. Trotzdem kannst du noch gesperrt werden für das Halbfinale. Das finde ich schon hart», sagt der Belgier auf der Pressekonferenz vor dem Champions League-Spiel gegen Real Madrid.

Kompany führt aus: «Ich finde diese Sperren-Regel ist vielleicht ein wenig zu aggressiv. Ich würde das vielleicht noch mal überlegen nächstes Jahr, ob sie die Logik dahinter ändern.» Konkret würde er beispelsweise eine Löschung der Karten-Konten nach der Ligaphase befürworten. Aktuell erfolgt die Löschung lediglich nach den Viertelfinals – allerdings gelten allfällige Sperren für das Hinspiel des Halbfinals.

Beim Duell zwischen den Bayern und Real Madrid sind auf Münchner Seite Manuel Neuer (40), Jonathan Tah (30), Dayot Upamecano (27) und Konrad Laimer (28) gefährdet. Auf Seiten der Madrilenen sind sogar noch mehr Spieler betroffen: Kylian Mbappé (27), Vinícius Juníor (25), Jude Bellingham (22), Dean Huijsen (21) und Álvaro Carreras (23). Zudem ist Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni (26) für das Rückspiel bereits gesperrt.

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