Der FC Thun stand vor der vergangenen Saison als Aufsteiger auf dem Papier chancenlos da. Am Ende stand der Klub aus dem Berner Oberland als Schweizer Meister fest, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Parallel dazu krönte sich Christian Fassnacht von den Young Boys mit 18 Treffern zum Torschützenkönig einer Saison, die im Schnitt mehr als drei Tore pro Partie brachte, ein Wert, der seit Jahren nicht mehr erreicht wurde. Hinter diesen Schlagzeilen stehen einzelne Namen, die die Liga aktuell über die üblichen Tabellen hinaus prägen.

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Kategorie Info
Meister FC Thun (erster Titel der Klubgeschichte)
Torschützenkönig Christian Fassnacht (Young Boys), 18 Tore
Wertvollster Spieler Mattia Zanotti (FC Lugano), rund 10 Mio. €
Absteiger FC Winterthur
Gesamtmarktwert Liga rund 390 Mio. €
Wichtigste Profis Fassnacht, Bedia, Rastoder, Sanches, Ugrinic, Monteiro, Pafundi, Zanotti, Hajdari, Comenencia

Die Super League in Zahlen

Zwölf Klubs, rund 155 Partien und ein Gesamtmarktwert von knapp 390 Millionen Euro bilden das Grundgerüst der aktuellen Saison. Das Durchschnittsalter der Spieler liegt bei etwas über 25 Jahren, während ausländische Profis mehr als die Hälfte der Kader ausmachen, ein Anteil, der die Liga zu einem der offeneren Transfermärkte Europas macht.

Zwei weitere Eckdaten runden das Bild ab:

  • Rund 3,3 Tore pro Partie im Schnitt, einer der höchsten Werte seit Einführung der Super League
  • Mehr als die Hälfte der Kaderplätze mit Legionären besetzt, verteilt auf zwölf Vereine unterschiedlicher Grösse

Der Umbruch an der Tabellenspitze hat auch abseits des Rasens für Bewegung gesorgt, etwa bei Wettanbietern und Vergleichsportalen. Immer mehr Fans vergleichen inzwischen beste Online-Casinos in der Schweiz, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden, gerade weil eine Saison mit einem Überraschungsmeister die gewohnten Prognosen ordentlich durcheinandergebracht hat.

Die wichtigsten Spieler nach Position

Statt einer reinen Namensliste lohnt sich ein Blick nach Position, weil sich dort die eigentlichen Stärken der Liga zeigen.

Angriff

Im Sturm dominierten in dieser Saison vor allem zwei Namen aus Bern. Christian Fassnacht sicherte sich die Torjägerkrone mit 18 Treffern und sieben Assists, nachdem er nach einem zweijährigen Abstecher zu Norwich City zu den Young Boys zurückgekehrt war. Sein Teamkollege Chris Bedia lag mit 17 Toren nur knapp dahinter und bildete mit Fassnacht das torgefährlichste Duo der Liga. Beim Meister aus Thun war es Elmin Rastoder, nordmazedonischer Nationalspieler, der mit seinen Treffern massgeblich zum historischen Titelgewinn beitrug.

Mittelfeld

Alvyn Sanches wechselte in der laufenden Saison vom FC Lausanne-Sport zu den Young Boys und war zuvor über Monate der wertvollste Spieler der gesamten Liga, mit einem Marktwert von 14 Millionen Euro. Eine Knieverletzung bremste seinen Aufstieg zwischenzeitlich, was sich auch in der Ablösesumme von nur 3,5 Millionen Euro niederschlug, deutlich unter seinem eigentlichen Marktwert. Filip Ugrinic ergänzt das Mittelfeld der Berner mit konstanten Leistungen, während sein Teamkollege Joël Monteiro in den vergangenen Marktwert-Updates ebenfalls deutlich zulegte und zu den gefragtesten Profis der Liga zählt.

Noch vor Sanches hielt ein anderer Name die Spitzenposition: Der italienische Nachwuchsspieler Simone Pafundi wurde nach einer halben Saison beim FC Lausanne-Sport mit dem „Player of the Season»-Award ausgezeichnet und galt zu diesem Zeitpunkt als wertvollster Profi der gesamten Liga, bevor Sanches und später Zanotti an ihm vorbeizogen.

Abwehr

In der Defensive hat sich Mattia Zanotti vom FC Lugano an die Spitze der Marktwerttabelle gesetzt, nachdem Sanches‘ Wert durch die Verletzung zurückging. Der junge Schweizer gilt als eines der grössten Verteidiger-Talente des Landes und wird international zunehmend beobachtet. Bei Basel sorgt Albian Hajdari für Stabilität in der Abwehrkette und gehört ebenfalls zu den wertvolleren Verteidigern der Liga.

Marktwerte: wer aktuell an der Spitze steht

Die Marktwertkurve der Liga hat sich innerhalb weniger Monate spürbar verschoben, was zeigt, wie schnell sich der Wert einzelner Profis durch Verletzungen, Wechsel oder starke Saisonleistungen verändern kann. Zanotti und Sanches stehen dabei für die beiden Extreme, ein steiler Aufstieg auf der einen, ein verletzungsbedingter Rückschlag auf der anderen Seite.

Auffälliger als die Bewegung an der Einzelspitze ist allerdings die Entwicklung beim FC Lugano insgesamt. Der Klub zählt aktuell zu den grössten Gewinnern im Marktwert-Ranking der zwölf Vereine, was direkt mit dem starken europäischen Abschneiden des Teams zusammenhängt, nicht nur mit der Leistung einzelner Spieler wie Zanotti. Ein ganzer Kader, der gemeinsam an Wert zulegt, zieht in der Regel deutlich mehr Aufmerksamkeit von Klubs aus grösseren Ligen auf sich als ein einzelner Ausreisser nach oben.

Super-League-Profis an der Weltmeisterschaft

Ein Detail, das in den üblichen Tabellen und Marktwertlisten oft untergeht: Rund ein Dutzend Spieler aus der Schweizer Super League nahmen an der Weltmeisterschaft teil, allerdings nicht ausschliesslich für die Schweiz. Spieler wie Livano Comenencia vom FC Zürich vertraten dabei ihre jeweiligen Heimatnationen, in seinem Fall Curaçao, gegen deutlich grössere Fussballnationen. Diese internationale Durchmischung unterstreicht, wie stark die Liga inzwischen als Sprungbrett für Talente aus aller Welt fungiert, nicht nur als Ausbildungsstätte für Schweizer Nachwuchsspieler.

Was die vergangene Saison wirklich gezeigt hat

Der Titelgewinn von Thun beweist, dass sportlicher Erfolg in der Super League längst nicht mehr nur an den traditionell finanzstarken Klubs hängt. Die Marktwertspitze wechselte innerhalb eines Jahres zwischen einem Mittelfeldspieler aus Lausanne und einem jungen Verteidiger aus Lugano, während der Torschützenkönig bei einem Big-Six-Klub spielte, der Meistertitel aber an einen Aufsteiger ging. Diese Verteilung von sportlichem und finanziellem Erfolg auf mehrere Klubs gleichzeitig ist ungewöhnlich für eine Liga dieser Grösse und macht die Namen hinter den Zahlen mindestens so interessant wie die Tabelle selbst.

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