Antonio Conte könnte die italienische Nationalmannschaft ab Sommer ein zweites Mal trainieren.

Der 56-Jährgie war beim italienischen Verband FIGC in dieser Funktion bereits zwischen 2014 und 2016 beschäftigt. An der EM 2016 in Frankreich scheiterte er mit seiner Mannschaft gegen Deutschland dramatisch im EM-Viertelfinal. Nach der Demission von Gennaro Gattuso nach der verpassten WM-Qualifikation in der vergangenen Woche wurde Conte von medialer Seite her sofort als möglicher Nachfolger ins Spiel gebracht.

Und tatsächlich öffnet er sich nun für die Aufgabe. Nach dem 1:0-Sieg mit Napoli gegen Milan spricht Conte sehr offen: «Wäre ich Verbandschef, würde ich mich auch in Betracht ziehen. Zusammen mit anderen ist es richtig, dass mein Name unter den Kandidaten auftaucht – aus verschiedenen Gründen. Ich war bei der Nationalmannschaft, ich kenne das Umfeld.»

Gleichzeitig spricht der Trainer aber auch seine aktuellen Verpflichtungen bei Napoli an, wo er bis 2027 unter Vertrag steht: «Sie kennen meine Situation und wissen, dass ich einen langfristigen Vertrag habe. Ich werde mich trotzdem mit dem Präsidenten treffen, und dann werden wir sehen.» Aus Napoli-Sicht klingt dies nicht gerade positiv. Allerdings gab es in der Vergangenheit mehrfach Berichte, wonach sich die Wege zwischen dem Serie A-Klub und Conte nach dieser Saison vorzeitig trennen könnten – dies bereits vor dem Fiasko der Squadra Azzurra in den WM-Playoffs. Der Weg Contes zur Nationalmannschaft könnte bereits geebnet sein.

Zunächst muss der FIGC aber einen neuen Verbandspräsidenten bestimmen, der sich dann konkret mit der Suche beschäftigen kann. Die Wahl findet am 22. Juni statt.

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