Jürgen Klopp präsentiert sich am Freitag auf einer Pressekonferenz als neuer Bundestrainer. Dabei macht er gleich mehrere Ansagen.

Für den 59-Jährigen ist es ein absolutes Privileg, sein Land als Nationaltrainer repräsentieren zu dürfen. Er hat einen Vertrag bis 2030 unterzeichnet. Die Aufgabe stellt er sogar über sämtliche, die er als Klubtrainer bislang ausübte. «Jürgen Klopp hat keine Karriere nach der Nationalmannschaft. Das ist idealerweise das Highlight meiner Karriere», betont der frühere Liverpool-, BVB- und Mainz-Coach, der zuletzt bei Red Bull arbeitete.

Gleich zu Beginn seines Mandats wird er keinen Stein auf dem anderen lassen: Mit seinem Staff wird er alle Prozesse und Belange rund um die Nationalmannschaft gründlich analysieren und, falls nötig, auch umkrempeln: «Die ganze Welt hat danach gerufen, dass wir die Strukturen beim DFB verändern müssen. Dabei kennt gar keiner die Strukturen. Die will ich selbst erst einmal gerne kennenlernen und dann kann ich sagen: ‚Da gehen wir auf jeden Fall mal ran.»

Einen kleinen Teaser, was die Mannschaft anbelangt, gibt Klopp ebenfalls. Demnach habe er für das Nationalteam einige Spieler auf dem Schirm, an die aktuell noch keiner denkt. Das erste Aufgebot wird er in der nächsten Länderspielpause im September verkünden.

Ansage an Journalisten

Auch ernste Worte kommen an der PK nicht zu kurz. Klopp kennt klare rote Linien, die zu seinem sofortigen Rücktritt bzw. Aus führen würden: «An dem Tag, an dem ihr das nicht mehr wollt, sagt ihr es. Und ich bin weg. Ohne Abfindung. Wenn ihr morgen sagt, der ist scheisse, bin ich weg. Nicht einzelne, müssten schon mehr sein. Wenn der DFB sagt, der ist scheisse, bin ich weg.» Und schliesslich richtet er auch noch eine explizite Ansage an die Journalisten: «Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg.»

Kritik an der Arbeit lässt er hingegen jederzeit gelten: «Kritisiert mich, wenn etwas nicht funktioniert. Ich bin gerne bereit, daran zu arbeiten. Es geht nur um die Sache.»

Erst einmal überwiegt für ihn aber die Vorfreude auf die bevorstehende Aufgabe. Die nächsten Wochen wird er mit sehr vielen Gesprächen, gründlichen Analysen und in der Folge auch mit vielen Stadionbesuchen verbringen.

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