Alvyn Sanches nicht von Yakin nominiert
Murat Yakin hat seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 bekanntgegeben – und dabei für eine der grössten Überraschungen gesorgt: Alvyn Sanches fehlt im endgültigen Aufgebot der Schweizer Nati.
Der offensive Mittelfeldspieler galt bei vielen Fans als Kandidat für das WM-Ticket, wurde von Yakin am Ende jedoch nicht berücksichtigt. Direkt nach der Kaderbekanntgabe musste der Nationaltrainer deshalb Stellung zur Personalie beziehen. „Alvyn hatte eine grosse Verletzung im letzten Jahr. Vielleicht ist er noch nicht ganz so weit, dass er international auf diesem Niveau spielen kann. Zudem hat er auf seiner Position viel Konkurrenz. Aber natürlich hat er Potential“, erklärte Yakin seinen Entscheid.
Auch über die Reaktion von Sanches sprach der Nati-Coach offen. Gemeinsam mit Vincent Sierro und Joël Monteiro habe der Offensivspieler enttäuscht auf die Absage reagiert. „Klar waren sie nicht erfreut. Es war auch sehr emotional. Wir haben auf diesen Positionen sehr viel Konkurrenz“, erklärte Yakin.
Befürchtungen, dass sich Sanches nun möglicherweise für Portugal entscheiden könnte, hat der Nationaltrainer allerdings nicht. „Wir dürfen eine WM nicht dafür verwenden, einen Spieler einfach an uns zu binden. Alvyn Sanches hat uns signalisiert, dass er für uns spielen will. Den Entscheid nun hat er sportlich aufgenommen. Aber klar, er war enttäuscht.“
Auch andere Personalien wurden bei der Medienrunde diskutiert. Besonders positiv äusserte sich Yakin über Noah Okafor. „Dass er sich vor der Mannschaft entschuldigt hat, zeigt viel Grösse. Er hat sich auch im Training wieder gut integriert. Es ist bloss schade, dass er in den letzten Wochen mehrmals verletzt war. Aber er kennt seine Rolle und er hat sie jetzt auch akzeptiert“, sagte der Nati-Coach.
Lob gab es zudem für Johan Manzambi, der zuletzt starke Wochen bei SC Freiburg spielte und sogar im Finale der UEFA Europa League steht. „Viel mehr habe ich Freude. Er wird mit Erfahrung und grossem Selbstvertrauen zu uns kommen. Er ist sehr vielseitig einsetzbar. Mit Manzambi haben wir jetzt noch mehr Möglichkeiten. Ich kann mir auch vorstellen, ihn im Sturm zu bringen. Er ist eine sehr interessante Persönlichkeit“, erklärte Yakin.
Auch die Nominierung von Christian Fassnacht verteidigte der Trainer ausdrücklich. „Er kennt seine Rolle und die Statistik spricht für ihn, wenn einer Torschützenkönig in der Super League wird. Er ist ein flexibler Spieler, der sich das verdient hat. Es wäre schade gewesen, ihn zu Hause zu lassen.“












