Neuer Superposten soll Nationalteams bündeln
Beim Schweizerischer Fussballverband steht ein struktureller Umbruch bevor. Wie «Blick.ch» berichtet, treibt Präsident Peter Knäbel die Einführung einer neuen Schlüsselrolle voran: Ein sogenannter Chief Sports Officer (CSO) soll künftig die sportliche Gesamtverantwortung übernehmen. Damit würden Männer-Nationalteam, Frauen-Nationalteam und die gesamte Nachwuchsentwicklung erstmals zentral gesteuert.
Die neue Position wäre deutlich einflussreicher als bisherige Strukturen im Verband. Der künftige CSO soll direkt an Knäbel berichten und auf Augenhöhe mit Generalsekretär Robert Breiter agieren. Während Breiter bislang Teile des sportlichen Bereichs verantwortete, würde er sich künftig stärker auf strategische Projekte wie das „Home of Football“ konzentrieren. Voraussetzung für die Reform ist die Zustimmung der Delegiertenversammlung im Mai – danach soll der Umbau zügig umgesetzt werden.
Im Hintergrund läuft bereits die Kandidatensuche. Dabei kursieren mehrere prominente Namen aus dem Schweizer Fussball: Philippe Senderos, aktuell bei der FIFA tätig, gilt als möglicher Kandidat für die Topfunktion. Auch Diego Benaglio wird gehandelt und könnte sowohl für den CSO-Posten als auch für die Rolle des künftigen Nati-Direktors infrage kommen. Weitere Namen im Umlauf sind Stefan Wolf, Marco Otero, Marinko Jurendic und Daniel Stucki.
Klar ist: Mit der neuen Struktur will der Verband die sportliche Ausrichtung langfristig neu definieren. Nationaltrainer Murat Yakin steht zwar nicht zur Debatte, doch die strategischen Entscheidungen sollen künftig stärker gebündelt werden. Wer auch immer den CSO-Posten übernimmt, wird massgeblich Einfluss auf die Zukunft der Schweizer Nationalteams nehmen.












