Mission WM 2026: Wie weit kann die Schweizer Nati kommen?
Die Vorfreude ist gross, das Ticket gebucht! Zum 13. Mal in ihrer Geschichte nimmt die Schweizer Nationalmannschaft an einer Fussball-Weltmeisterschaft teil. Mit einer soliden Qualifikation, einem eingespielten Kader und etwas Losglück reist die Nati mit berechtigten Ambitionen in die USA, Kanada und Mexiko. Doch reicht es diesmal endlich für mehr als das Achtelfinale?
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Souveräne Qualifikation, aber erst im letzten Moment sicher
Die Schweiz traf in der Qualifikationsgruppe B der WM auf Schweden, Kosovo und Slowenien. Mit vier Siegen und zwei Remis gelang die direkte Qualifikation als Gruppensieger, wobei erst am letzten Spieltag durch ein 1:1 gegen Kosovo das WM-Ticket perfekt gemacht wurde. Ein bekanntes Muster für Nati-Fans: Die Qualifikation war solide, doch das Zittern blieb bis zum Schluss.
Mit vier Treffern war Breel Embolo der beste Torschütze der Qualifikation. Die Defensive der Schweizer machte ebenfalls einen guten Job und liess dabei nur zwei Gegentreffer zu. Besser war in Europa einzig England.
Auffällig: Die Effizienz, mit der Trainer Murat Yakin seinen Kader einsetzte. Insgesamt setzte er während der gesamten Qualifikation nur auf 23 Spieler, bei keiner anderen qualifizierten Mannschaft waren es weniger. Das zeigt, wie eingespielt und stabil das Gerüst um Kobel, Akanji, Xhaka und Embolo ist.
Gruppe B: Ein Geschenk?
In der Gruppe B der WM 2026 kommen mit Co-Gastgeber Kanada, Katar und Bosnien-Herzegowina drei “machbare” Gegner auf die Schweiz zu. Damit gilt die Nati als Favorit der Gruppe und wird von Experten als Erster der Gruppe gehandelt.
Katar geht auch bei dieser WM als Aussenseiter ins Rennen. Bei der WM 2022 gelang Katar in drei Spielen nur ein einziges Tor. Eine lösbare Pflichtaufgabe also für Kobel & Co. Bosnien-Herzegowina könnte die grosse Überraschung der Gruppe werden. Das Team hat sich sensationell durch den Playoff-Sieg gegen Italien für die WM qualifiziert, ist aber in der Kaderqualität deutlich unter Schweizer Niveau.
Das eigentliche Duell mit echtem Knistern ist jenes gegen Gastgeber Kanada. Das Spiel gegen Kanada wird in Vancouver vor 60.000 Zuschauern ausgetragen. Ein echter Heimvorteil für die Kanadier. Kanadas Schlüsselspieler sind Alphonso Davies von Bayern München und Jonathan David von Juventus. David ist mit 39 Treffern in 75 Länderspielen Kanadas Rekordtorschütze und derzeit konstantester Strafraumstürmer.
Trainer Murat Yakin kommentierte die Auslosung so: “Sicherlich eine attraktive und gute Gruppe, in der wir uns unbedingt für die K.-o.-Runde qualifizieren möchten. Uns erwartet ein hochmotivierter Gastgeber, der in jedem Spiel riesigen Support haben wird.”
Der Kader: Eine goldene Generation mit Erfahrung
Selten war die Schweizer Nationalmannschaft so gut aufgestellt wie 2026. Die Mannschaftsstruktur ist klar: viel Erfahrung um Xhaka, Akanji, Kobel, Rodriguez und Embolo, dazu mehrere Spieler mit Bundesliga- oder Premier-League-Erfahrung.
Im Tor steht Gregor Kobel vom BVB, der zu den besten Torhütern der Bundesliga zählt. Vor ihm bilden Manuel Akanji von Inter Mailand und Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach eine der stabilsten Innenverteidigungen, die die Schweiz je zu einem WM-Turnier geschickt hat. Kapitän Granit Xhaka geht mit 144 Einsätzen und 16 Toren als Führungsspieler und Rekordnationalspieler ins Turnier.
In der Offensive setzt Yakin auf das bewährte Trio: Breel Embolo als Strafraumstürmer, flankiert von Dan Ndoye und Ruben Vargas. Die einzige Sorge sind Verletzungen in der Offensive, die für die Schweizer fatal wären.
Das grosse Aber: Das Achtelfinale-Trauma
Die Schweizer Nationalmannschaft kann als funktionierendes Uhrwerk beschrieben werden, das nur ein Problem hat: das Achtelfinale. Die Schweiz hat bei den vergangenen Turnieren dreimal das Viertelfinale erreicht (1934, 1938 und 1954). Seither gelang der Einzug ins Viertelfinale nie wieder. Bei der WM 2022 schied die Nati im Achtelfinale gegen Portugal mit 1:6 aus.
Was bei der Weltmeisterschaft lange nicht gelang, sah bei der Europameisterschaft 2024 anders aus. Im EM-Achtelfinale gegen Italien zeigten sie, wie sie in der Lage sind (2:0-Sieg). Dieser Auftritt sollte als Blaupause für das kommende Turiner gelten: tiefer Verteidigungsblock, schnelles Umschalten über Vargas oder Ndoye, abgeklärtes Verhalten vor dem Tor.
Sicherer Gruppensieger, ungewisse K.-o.-Phase
Sowohl von Seiten der Wettanbieter in der Schweiz als auch von Experten wird die Schweiz mehrheitlich als Gruppensieger der WM-Gruppe B gesehen, wie uns auch die Wett-Experten von Parieur Suisse mitteilten. Das ist realistisch und verdient. Die Nati hat den eingespielten Kern, die taktische Disziplin und den richtigen Trainer für ein erfolgreiches Turnier.
Doch wie so oft bei der Schweiz stellt sich dieselbe Frage wie seit 1954: Reicht es diesmal für mehr als das Achtelfinale? Yakins Mannschaft hat das Werkzeug dafür. Was fehlt, ist vielleicht nur das nötige Quäntchen Fortune und fitte Führungsspieler, die ihre Mitspieler über sich hinauswachsen lassen.
Die Vorrundengruppe ist ein Geschenk. Was die Nati daraus macht, liegt an ihr.












