Paris Saint-Germain hat Fussball-Geschichte geschrieben. Mit dem 5:4 nach Elfmeterschiessen gegen Arsenal London verteidigten die Franzosen ihren Titel in der UEFA Champions League erfolgreich und stehen erneut auf Europas Thron.

Zum tragischen Helden des Abends wurde Arsenals Innenverteidiger Gabriel Magalhães. Sein verschossener Elfmeter entschied den Krimi von Budapest zugunsten der Pariser. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand jedoch einmal mehr Luis Enrique. Für den Spanier war es bereits der dritte Champions-League-Triumph seiner Karriere. Nach dem Erfolg mit FC Barcelona im Jahr 2015 gewann er die Königsklasse nun zum zweiten Mal in Folge mit PSG.

Die französische Sportzeitung «L’Équipe» sprach von einem „legendären Paris“ und einem „historischen Double“. Gleichzeitig wurde Enrique als „bester Trainer der Welt“ gefeiert. Der PSG-Coach selbst wollte davon nach dem Spiel allerdings nichts wissen. Auf die Frage, ob er mittlerweile eine Trainerlegende sei, antwortete er trocken: „Legende? Das interessiert mich nicht.“

Ganz anders sah das Klubpräsident Nasser Al-Khelaïfi. Für ihn gibt es keinen Zweifel: „Er ist der beste Trainer der Welt. Als Trainer, als Mensch, als Persönlichkeit. Er hat mit dieser Mannschaft Unglaubliches geleistet.“ Während Enrique bescheiden blieb, feierten die Fans in Paris bis tief in die Nacht. Vom Parc des Princes über die Champs-Élysées bis zur Place de la République verwandelte sich die französische Hauptstadt in ein rot-blaues Partymeer.

Besonders bemerkenswert: Enrique hat es geschafft, aus dem oft kritisierten Milliardenprojekt eine echte Mannschaft zu formen. Weg von der reinen Ansammlung von Superstars, hin zu einer geschlossenen Einheit. Auch Mittelfeldchef Vitinha hob die Rolle seines Trainers nach dem Spiel hervor: „Dieser Wille, immer mehr gewinnen zu wollen, kommt von Luis Enrique. Ich hoffe, er wird uns weiter antreiben.“ Nach zwei Champions-League-Titeln in Folge spricht derzeit vieles dafür, dass die Erfolgsgeschichte von PSG noch lange nicht zu Ende ist.

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