Manuel Akanji hat mit einem groben Schnitzer gegen Bodö/Glimt nach einer knappen Stunde das endgültige Aus von Inter Mailand in der Champions League eingeleitet. Trotz des Patzers wird er nicht als Alleinschuldiger ausgemacht.

Weder Trainer Chivu noch die italienischen Medien sehen in Akanji den Hauptschuldigen für die neuerliche Niederlage der Nerazzurri gegen das norwegische Überraschungsteam (1:2). Die «Gazzetta dello Sport» verteilt Akanji zwar eine Tiefstnote, schreibt aber gleichzeitig: «Auch die Grossen machen Fehler – besonders mit einer Platzwunde im Gesicht.»

Tatsächlich machte der Innenverteidiger abgesehen von seinem Riesenbock eigentlich eine solide Partie und hatte einmal sogar Pech, als er nur den Pfosten traf.

Trainer Chivu erkennt vor allem die starke Leistung des Gegners an und weist auch auf deren Frische hin: «In den letzten drei Monaten hat Bodö nur vier Spiele bestritten – alle in der Champions League. Sie hatten eindeutig mehr Energie.» Sein Team habe es von Anfang an auf jede erdenkliche Art und Weise versucht, sei aber nicht erfolgreich gewesen.

Vorjahresfinalist Inter ist somit aus der Champions League raus. Noch bleiben zwei Titelchancen: In der Serie A beträgt der Vorsprung auf das zweitplatzierte Milan bereits zehn Punkte. In der Coppa Italia geht es ab nächster Woche mit dem Halbfinale gegen Como weiter. Die Saison kann also doch noch erfolgreich werden, nachdem Inter im Vorjahr trotz drei grossen Titelchancen am Ende ohne Vollerfolg blieb.

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