Bénie Traoré nennt zwei Gründe, weshalb es dem FC Basel nicht läuft
Der FC Basel kommt nach dem Doublegewinn in der vergangenen Saison in dieser Saison überhaupt nicht auf Touren und bleibt ohne Chance auf einen Titel. Stürmer Bénie Traoré wagt nun ein Urteil, weshalb dies so ist.
Aus Sicht des 23-Jährigen ist die Ansicht falsch, dass es beim FCB im vergangenen Sommer keinen grossen Umbruch gab. Im Gegenteil. Zwei Faktoren sind aus seiner Sicht entscheidend dafür, dass es in dieser Spielzeit nicht läuft. «Beispielsweise war Leon Avdullahu meiner Meinung nach mitunter der beste Spieler in der letzten Saison. Zudem gab es zwei Trainerwechsel, die immer auch mit unterschiedlichen Spielideen verbunden sind, an die man sich anpassen muss», sagt Traoré im Gespräch mit der «Basler Zeitung».
Der Angreifer macht auch keinen Hehl daraus, dass das Spielsystem von Ex-Trainer Fabio Celestini ihm und der gesamten Offensivabteilung entgegenkam: «Bei Fabio waren wir auf dem Platz ziemlich frei. Shaq, Otele, Ajeti und ich waren ständig in Bewegung und haben die Positionen getauscht. Das war für den Gegner unberechenbar und kaum zu stoppen. Ludos (Ludovic Magnin, Anm. d. Red.) Ansatz war viel vertikaler und für uns Flügelspieler defensiv orientierter. Es ist klar, dass man sich daran erst einmal anpassen muss.»
Gleichzeitig betont Traoré, dass der amtierende Trainer Stephan Lichtsteiner über grosse Qualitäten verfügt und die Mannschaft langfristig zum Erfolg führen kann: «Er bringt sehr viele Qualitäten in die Mannschaft. Er hat ein enormes Fachwissen, und man merkt sofort, dass er selbst auf absolutem Topniveau gespielt hat. Uns Flügelspielern zeigt er zum Beispiel ganz genau, wie wir die gegnerischen Aussenverteidiger in Bedrängnis bringen können.» Lichtsteiner suche ständig den Dialog mit den Spielern: «In jedem Training ist es ihm auch ein Anliegen, mit uns zu kommunizieren und gemeinsam Lösungen zu finden. Stephs System ist wirklich gut und kann den Gegnern wehtun – sofern wir mit ihm über eine längere Zeit daran arbeiten können.»
Das kurzfristige Ziel ist die Qualifikation für den Europacup. Traoré ist vertraglich noch bis 2028 an den FCB gebunden. Ob er den Bebbi tatsächlich langfristig erhalten bleibt, lässt er vorderhand offen: «Dazu kann ich nicht viel sagen, weil ich momentan noch nicht darüber nachdenke. Mein Ziel ist es, den Club aus seiner momentanen Situation herauszuführen. Erst dann wäre meine Arbeit hier wirklich gut gemacht.»












