Gerardo Seoane ist Im Oktober des vergangenen Jahres nach vier Jahren in der Bundesliga zu den Young Boys zurückgekehrt. In einer TV-Sendung verrät der 47-Jährige nun, wie es zu dieser Rückkehr kam.

Geplant war sie eigentlich nicht. Schliesslich begann der Luzerner die aktuelle Saison noch in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Dort musste er seinen Hut jedoch Mitte September nehmen. Für Seoane war es eine Enttäuschung und der Zeitpunkt auch überraschend. Seinem Berater hat er in der Folge sofort signalisiert, dass er diesmal, im Gegensatz zur ersten Entlassung bei Bayer Leverkusen im Oktober 2022, keine lange Pause benötigt. Neue Angebote sollten von Beginn weg geprüft werden.

Ende Oktober lag dann tatsächlich bereits ein Angebot seines Ex-Vereins YB auf dem Tisch. Die Berner Führung hatte sich für die Trennung von Giorgio Contini entschieden und wollte Erfolgstrainer Seoane zurück. Dieser coachte bei den Hauptstädtern zwischen 2018 und 2021 und holte drei Meistertitel und einen Cupsieg.

Über die Kontaktaufnahme der Young Boys war Seoane letztlich sehr überrascht. «Ich habe nie im Leben damit gerechnet», sagt er in der Sendung «Heimspiel – Der Fussball-Talk» bei «blue Sport». Lange überlegen musste er für die Zusagen dann jedoch nicht: «Als die Anfrage von YB kam, habe ich mir zwei Tage Zeit genommen und in mein Inneres gehört. Wenn du vier Jahre im Ausland bist, ist es nicht der Schritt, den du geplant hast. Aber sowohl bei meiner Familie wie auch bei mir waren es sehr positive Gefühle.»

Letztlich fühlt er sich insbesondere auch auf menschlicher Ebene in Bern gut aufgehoben: «Ich habe eine enge Verbundenheit mit der Führung und mit den Werten, die YB lebt.» Seine Freude über die Rückkehr sei extrem gewesen. Zudem habe er gesehen, wie der Klub in allen Bereichen wächst.

Das Zwischenfazit fällt auch für Seoane ernüchternd aus: Das Aus in der Europa League in der Gruppenphase und Zwischenrang 6 in der Super League sind nicht das, was YB und Seoane vorschweben. «Ich habe mir natürlich eine andere Startphase gewünscht, aber das gehört zum Weg dazu», sagt der Trainer. In der Meisterschaft wollen er und das Team in dieser Saison unbedingt noch einen Sprung nach oben schaffen und sich doch noch für das europäische Geschäft qualifizieren. Die nächste Spielzeit wird dann inklusive Vorbereitung voll in der Verantwortung von Seoane und dessen Staff liegen.

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