Spycher wehrt sich gegen den Vorwurf, YB habe keine Leader
Der schwache Saisonstart der Young Boys in der Super League wird immer wieder mit den fehlenden Leadertypen in der Mannschaft begründet. Dem widerspricht Sport-Vorstand und Mitbesitzer Christoph Spycher aber vehement.
Im Gespräch mit der «NZZ» findet der YB-Boss klare Worte. Spycher sieht durchaus Unterschiede zu früheren Zeiten, allerdings gebe es bei den Bernern noch immer genügend Leadertypen und Spieler, die vorangehen können. «Als ich YB-Sportchef war, war die Hierarchie einfach: Steve von Bergen, Sékou Sanogo, Guillaume Hoarau. Da wusste man: Wenn du die drei überzeugt hast, hast du fast alle in der Garderobe. Von Bergen war klar, äusserte seine Meinung direkt. Das gibt’s heute weniger. Aber Leader sind immer noch da. David von Ballmoos, Benito, Camara, Cedric Itten, Ugrinic. Lauper ist fünffacher Meister, jetzt zum vierten Mal in der Champions League», sagt Spycher.
YB steht in der heimischen Meisterschaft noch immer ohne Sieg da. Auch die Transferstrategie der Berner wird kritisch hinterfragt. Zudem gibt es teilweise Vorwürfe, wonach die Klubverantwortlichen den Spielern für Transfers ins Ausland im Wege stehen würden. Dies lässt Spycher ebenfalls nicht gelten: «In diesem Sommer stimmten wir einem Angebot zu, und der Spieler sagte auf einmal Nein. Auch das ist eine Realität. Ein Spieler kann von uns nicht verlangen, dass er zum Zeitpunkt X einfach so gehen kann. Vor einem wichtigen Spiel lassen wir wichtige Spieler nicht ziehen. Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Fans, den Mitarbeitenden und der Mannschaft. Es geht immer darum, den besten Entscheid für YB zu fällen. Das ist unsere Philosophie, und das müssen alle Beteiligten wissen.»












