Julian Nagelsmann hat sich nach dem über dreistündigen Gespräch mit den DFB-Verantwortlichen entschieden: Der 38-Jährige tritt von seinem Amt als Bundestrainer zurück.

Damit folgt er der «Empfehlung», die ihm unter anderem DFB-Präsident Bernd Neuendorf gegeben hat. Nagelsmann die Konsequenzen aus dem schwachen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft.

Er lässt sich wie folgt zitieren: «Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient. Ich möchte mich bei meinem Trainerteam, dem Staff und allen Menschen im Verband bedanken, die uns unterstützt haben, vor allem auch bei den Spielern, mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte. Ein besonderer Dank gilt auch den Fans. Ihr habt uns getragen, ihr habt uns vertraut, ihr habt uns Energie gegeben, selbst in schwierigen Phasen. Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt!»

DFB-Präsident Bernd Neuendorf meint: «Der Deutsche Fussball-Bund bedankt sich ausdrücklich bei Julian Nagelsmann für die seit September 2023 geleistete Arbeit. Ihn zeichnen eine hohe Einsatzbereitschaft und außerordentlicher Ehrgeiz aus. Julian Nagelsmann ist darüber hinaus ein überaus verantwortungsbewusster und aufrichtiger Mensch, den wir alle schätzen.»

Immerhin kassiert Nagelsmann eine Abfindung von geschätzten 7 Millionen Euro. Als grosser Favorit für die Nachfolge geht Jürgen Klopp ins Rennen: Der Job gehört ihm, sofern er zusagt.

Mehr Dazu
Mehr entdecken